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Was ist eigentlich Blood Bowl?
 
Blood Bowl ist ein inzwischen wieder neu aufgelegtes Spiel von Games Workshop.
Es kann als eine Mixtur aus Brettspiel und Tabletop bezeichnet werden. Auf der einen Seite beinhaltet das Grundset ein Spielfeld, spezielle Würfel, diverse Marker und alles was für ein Spiel benötigt wird. Auf der anderen Seite benötigt man für Blood Bowl ein Team aus Zinn-, bzw. Plastikfiguren. Blood Bowl ist grob gesagt eine Football-“simulation“, die in einer Fantasywelt angelegt ist. Somit ist das Ziel eines jeden Spiels das Erzielen von Touchdowns. Zu Beginn stellt sich jeder Spieler sein eigenes Team zusammen. Er muss sich zunächst für eine der verscheidenen Rassen, zum Beispiel Orks oder Waldelfen, entscheiden.
Ist die Entscheidung getroffen, wird mit einem festgelegten Budget ein Team zusammengestellt, wobei es bei jeder Rasse unterschiedliche Spielertypen und somit auch Vorzüge und Schwächen gibt. Ist das Team einmal kreiert, kann auch schon mit dem Spiel begonnen werden.
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Miniaturen © Games Workshop 2004. Alle Rechte vorbehalten.
Verwendet ohne Erlaubnis. Modelle bemalt von Sascha und Björn

Wie die meisten anderen Spiele ist Blood Bowl in Runden unterteilt, diese wiederum bilden Halbzeiten und nach zwei Halbzeiten ist das Spiel vorüber. Der Gewinner ist der Spieler mit den meisten Touchdowns. Jedes Modell besitzt eigene Werte und Eigenschaften. Zu den Werten zählen Stärke, Schnelligkeit, Geschick und Rüstungswert. Hinzu kommen spezielle Fähigkeiten, die nicht in Zahlen festgehalten werden. Diese spezielleren Fähigkeiten befähigen einen Spieler zum Beispiel dazu, eine fehlgeschlagene Probe, ein Würfelwurf abhängig von einem Wert des Spielers (z.B. ein Wurf abhängig vom Geschick, wenn der Spieler einen Ball aufheben möchte), zu wiederholen. Im Gegensatz zu uns modernen Menschen sind die damaligen Menschen und Kreaturen nicht so friedfertig beim Sport und so kann es auch passieren, dass eine grobschlächtige Mumie einen Zwergen bewusstlos schlägt, verletzt oder gar tötet. Zusätzlich wird natürlich auch das Wetter zufällig bestimmt und kann somit die Umstände für gewisse Aktionen erschweren. So sind Pässe bei starkem Regen schwer zu fangen oder Spieler sind plötzlich erschöpft durch die Hitze. Ein weiterer Zufallsfaktor sind die Fans und Randalierer im Stadion. Diese können unter anderem den Schiedsrichter einschüchtern, so dass dieser böse Fouls einfach „übersieht“ oder werfen mit Steinen auf eines der Teams, was zu Spielerausfällen führen kann. Innerhalb des eigenen Zuges kann der Spieler seine Figuren bewegen und etwas speziellere Aktionen mit ihnen ausführen, wie zum Beispiel werfen und fangen, den Ball vom Boden aufheben oder einen anderen Spieler tackeln. Für solche Aktionen müssen Proben durchgeführt werden. Proben hängen immer von einem der Werte wie Geschicklichkeit ab.

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Miniaturen © Games Workshop 2004. Alle Rechte vorbehalten.
Verwendet ohne Erlaubnis. Modelle bemalt von Steffen und Marcus

Als konkretes Beispiel:

Ein Spieler möchte einen Ball aufheben, er besitzt eine Geschicklichkeit von 4 und müsste somit mit einem W6 besser oder gleich 3 würfeln. Da das Aufheben des Balles aber immer um einen Punkt erleichtert, ist braucht er nur eine 2. Würden jetzt noch 2 gegnerische Spieler an dem Feld mit dem Ball angrenzen, würde die Probe wieder um 2 schwerer.

Sein volles Potential entfaltet das Spiel aber erst in einer Liga, denn die Teams können sich über mehrere Spiele hinweg weiterentwickeln. In jedem Spiel werden Erfahrungspunkte für erzielte Touchdowns, erfolgreiche Pässe, verursachte Spielerausfälle und abgefangene, gegnerische Pässe vergeben. Wenn ein Spieler genug Punkte gesammelt hat, steigt er eine Stufe auf. Anhand eines Würfelwurfes wird festgelegt, ob der Spieler einen Wert erhöhen oder eine Fähigkeit erhalten kann. Danach wird erwürfelt, ob der Spieler womöglich langsam alt wird und somit Abzüge bekommt. Das kommt zwar nicht sehr häufig vor, aber die Wahrscheinlichkeit steigt bei jedem weiteren Aufstieg. Somit entwickelt sich innerhalb einer Liga das Team immer weiter. Nach jedem Spiel erhält es außerdem eine bestimmte Menge an Geld, die durch die Leistung des Teams und die Anzahl der Zuschauer beeinflusst wird. Durch das Geld können neue Spieler, oder auch Cheerleader (welche Auswirkungen auf Zufallsereignisse haben) oder Ähnliches gekauft werden. Im Anschluss wird noch ermittelt, ob die Anzahl der Fans steigt oder sinkt. Damit weit entwickelte Teams aber gegenüber neuen Teams nicht zu unfair sind, gibt es den sogenannten Teamwert und die Handicaptabelle. Jedes Team hat einen Teamwert, der durch die Erfahrungspunkte der Spieler, dem Wert aller gekauften Spieler und dem zurückgelegtem Geld errechnet wird. Tritt nun ein erfahrenes Team gegen einen Neueinsteiger an, kommt die Handicaptabelle zum Einsatz. Je nach der Differenz der Teamwerte darf das Team mit dem geringeren Wert bestimmt oft auf die Tabelle würfeln. Auch dort gibt es wieder verschiedene Ereignisse die hier aber nur zum Vorteil des würfelnden Spielers sind. Somit ist ein Spiel zwischen absolut ungleichen Teams zwar nicht 100%tig fair, aber das neue Team muss auch nicht gleich wieder aufgelöst werden (Hab ich da einen Dunkelelfen hinterlistig lachen gehört?). Damit man Blood Bowl vom Niveau her besser einschätzen kann noch ein kurzer Überblick. Die Regeln sind durschnittlich anspruchsvoll und werden meistens nach 2 oder 3 Testspielen größtenteils beherrscht und als Hilfe gibt es außerdem die beigelegten Tabellen. Natürlich gibt es taktische Feinheiten, die man sich erst nach einigen Spielen aneignet, aber wie heißt es doch so schön? Aus Fehlern lernt man. Der Sieg bei Blood Bowl hängt viel mehr von der eigenen Taktik ab und jeder wichtige Zug sollte durchdacht sein. Aber wo Würfel im Spiel sind spielt auch das Glück eine kleine Rolle. Wer Interesse hat kann sich unter

http://www.games-workshop.de/warhammerworld/bloodbowl/index.shtm

informieren oder sich unter

http://www.specialist-games.com/bloodbowl/l_rule_bbok_a.htm

kostenlos das offizielle Regelwerk auf Englisch herunterladen.

Vielleicht sieht man sich ja am nächsten Spieltag im Spielezentrum.

Steffen Salomon (Trainer der Dark Soil Servants)



 
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