Kritik & Lob
Der erste Eindruck:

Dieses Turnier hat schon gigantische Ausmaße, es erschienen heute ca. 650 Teilnehmer zu diesem Turnier, es wurde also an insgesamt 168 Tischen gespielt.
Die Atmosspäre war sehr locker und entspannt, da auch 247 Teilnehmer die nächste Runde erreichen sollten, ist dies auch nicht verwunderlich. Spät am Abend standen dann (nachdem etliche Verantwortliche angesichts der Menge an Teilnehmern ordentlich schwitzten) die 247 Teilnehmer der zweiten Runde fest.

Viele angemeldete Teilnehmer erschienen leider nicht, so dass der eigens in der Nacht zuvor erstellte Spielplan doch sehr durcheinander kam. So spielten etliche Spieler an Dreier-Tischen, einige Teilnehmer sogar alle vier Spiele.
Während der Spiele selber herrschte eigentlich eine gute Stimmung, dies ist unter anderem auch den sehr klaren Regeln zu verdanken, die Schiedsrichter hatten nicht sehr viel zu tun. 
Viel zu tun gab es aber bei der Ergebniseingabe. So entstanden bei der Anzeige der Ergebnisse Verzögerungen, die zu einiger Irritation führten. Es wurden schon etliche Spieler mit allen 4 Partieen angezeigt, während noch gar nicht alle Ergebnisse eingegeben waren und dementsprechend noch Spieler mit nur 3 Spielen angezeigt wurden. Dies verzerrte natürlich ein wenig die Reihenfolge, sorgte aber für Spannung bis zum Schluss, was auch an der grossen Menschentraube vor der Leinwand mit dem Ergebnis zu erkennen war.

Zu den 247 Qualifikanten stoßen am Sonntag noch 9 der Finalteilnehmer des Siedler von Catan Finales, mal sehen wie sie sich aus der Affäre ziehen.

Michael Bartusch

Ein Bericht zum Finaltag:

Um 8.30 Uhr begann die Endrunde mit 256 Teilnehmern. 12 Teilnehmer rückten nach, da die Qualifikanten nicht erschienen waren. Die Runden benötigten doch eine sehr unterschiedliche Spielzeit.
Einige Viertelfinalspiele waren schon beendet als noch Achtelefinalpaarungen liefen. Ähnlich war es dann beim Halbfinale.

Wir sahen uns angesichts des engen Zeitplans dann doch gezwungen ein Zeitlimit von zwei Minuten pro Zug einzuführen. Eine Partie musste leider abgebrochen werden, was auch ich sehr unglücklich fand. Dies wird sicherlich dazu führen, zeitlich engere Turniere demnächst von vornherein eine zeitliche Begrenzung für Züge einzuführen (dies ist aber grossen Turnieren nur schlecht durchführbar).

Dieses Turnier lief aber im allgemeinen wesentlich entspannter ab, als die Deutschen Meisterschaften im Siedler von Catan.
Das Finalspiel wurde in einem abgeschlossenen Raum gespielt, das Spiel per Kamera übertragen und für alle Zuschauer sichtbar am Grossspiel nachgestellt.
Dieses Spiel war eine deutliche Angelegenheit, es dauerte nur knapp 90 Minuten, obwohl wegen der Übertragung die einzelnen Züge lange dauerten.
Matthias Wendler aus Berlin benötigte nur 26(!) Züge um vor Björn Becker aus Aachen zu siegen. Dabei schien der Sieger beim entscheidenen Zug die Möglichkeit zu gewinnen nicht sofort zu sehen, was beim Publikum nach vorzeitigem Jubel (den die Zuschauer sahen ja alles am Grossspiel, auch schon den Sieg), erstaunte Reaktionen auslöste. Matthias Wendler sah schliesslich doch noch eine Möglichkeit, nachdem das Publikum sich schon darauf einstellte noch eine weitere Runde zu sehen, zu gewinnen und führte den entscheidenen Zug nur etwas umständlicher aus.

Für ein so grosses Turnier lief es dann doch erstaunlich glatt und relativ reibungslos, was wir sicherlich vielen besonnen und verständnisvollen Spielern und aber auch dem Ali Baba Spieleclub, der die Schiedsrichter (die einen guten Job machten) stellten.

Michael Bartusch/Andre´ Kilian

Einige wenige Worte über

Das Finale der 3. Siedler-Meisterschaft
Das Turnier um den „Meistersiedler von Nürnberg“
Nürnberg vom 7. Juli – 9. Juli 2000
 

5 Jahre „Die Siedler von Catan“, 950 Jahre Stadt Nürnberg – zwei Jubiläen die nach einer Symbiose schrien. So sah dies zumindest Nico Triebner, Mitarbeiter der NürnbergMesse und eingefleischter „Siedler-Fan“, vor ca. zweieinhalb Jahren. Aus diesen Gedanken heraus entstand in Zusammenarbeit mit Klaus Teuber und dem Kosmos Verlag das Spiel „Die Siedler von Nürnberg“ und die Idee zu einem Turnier mit 950 Siedler und Siedlerinnen zur 950zig Jahrfeier der Stadt. Tatkräftige Unterstützung erhielt Nico Triebner durch Gerrit Ebener, ebenfalls Mitarbeiter der NürnbergMesse. Beide planten, organisierten und führten dieses Projekt bis zum Schluß durch. 
Anfang 1999, kamen wir, das Spielezentrum mit ins Boot. Auf der Spielwarenmesse fragte mich Nico Triebner, ob ich mit vorstellen könnte ein Turnier mit 950 Teilnehmer/innen zu organisieren. Meine Antwort war mehr spontan als überlegt, alleine der Reiz ein Turnier mit so vielen Personen zu organisieren faszinierte mich – eine logistische Herausforderung. Meine Antwort dürfte allen bekannt sein, denn vom 7. – 9. Juli 2000 fand dieses Turnier, in den Messenhallen der Stadt Nürnberg, unter der Leitung des Spielezentrums statt.
Hinzu kam noch das Finale der Siedler-Meisterschaft 2000, welches zum Jubiläum auch in einem größeren Rahmen durchgeführt werden sollte. Die Anzahl der Finalisten wurde einfach vervierfacht, anstatt 64 Qualifikanten/innen, wurde die Teilnehmeranzahl auf 256 erhöht. 

Die Vorbereitungen
Von Mai bis Juni 2000 wurden 63 Vorausscheidungsturniere durchgeführt. Ab Oktober 1999 konnten sich Interessierte anmelden, insgesamt nutzen ca. 3.500 Siedler und Siedlerinnen diese Möglichkeit. Aus all diesen Teilnehmer/innen qualifizierten sich 256 Personen für das Finale der Siedler-Meisterschaft 2000 und dem Meistersiedler-Turnier von Nürnberg, sowie weitere 626 ausschließlich für das Meistersiedler-Turnier. Darüber hinaus sollten weitere 70 Plätze, als Wildcard, an ehemalige Siedler-Turnier-Veranstalter, der Presse u.a. Personen vergeben werden. Für uns erschien dies zunächst recht problemlos. Bis zu dem Zeitpunkt, ab dem mehrere Abmeldungen eintrafen. Die häufigste Begründung lag in den bevorstehenden Sommerferien. Durch verschiedene Aktionen versuchten wir diese Ausfälle wieder aufzufangen. 
Dies war leider nicht möglich, wie es unschwer in Nürnberg zu erkennen war. Gespielt wurde mit 606 Teilnehmer/innen, im Voraus angemeldet waren 709.  Komplett, bis auf vierzehn Abmeldungen, war das Finale der 3. Siedler-Meisterschaft. 
 

Ein Tagebuch
Nach ca. eineinhalb Jahren Vorbereitungszeit, etlichen Gesprächen, einigen Besuchen in Nürnberg und Bergen an beschriebenem Papier, war es endlich soweit. Am 4. Juli 2000 packten wir unseren Bus, beluden zwei weitere PKW´s und machten uns auf den Weg in die heimliche „Siedler-Hauptstadt“. 
Nach ca. sechs Stunden Fahrt, etlichen Gedanken an das was da kommen mag, voller Skepsis ob es auch klappen wird, erreichten wir das Messegelände mit der Zuversicht „Alles wird gut!“ 
 

Dienstag, 4. Juli 2000
Gegen 15.00 Uhr betraten wir das Messegelände und wurden von Nico Triebner und Gerrit Ebener empfangen. Nach einem ersten Rundgang durch die Turnierhalle entstand schon ein erhabenes Gefühl. So riesig hatten wir es uns doch nicht vorgestellt, obwohl uns die Maße der Turnierfläche bekannt waren, denn diese wurde nach unseren Planungen aufgebaut. 
Da der Aufbau und die Vernetzung der 20 Rechner für die Datenerfassung, Teilnehmerregistration und Auswertung der Spielergebnisse, noch voll im Gange war, und es noch Probleme bei der Vernetzung der beiden Rechenzentren, über eine Strecke von fast 400m, gab, blieb uns zunächst nichts anderes übrig als unsere Fahrzeuge auszupacken und unser Hotel aufzusuchen. Am Abend trafen wir uns dann mit Nico und Gerrit zu einem Arbeitsgespräch in einer traditionellen Gaststätte, dem „Bratwurst Rößlein“. Neben den besagten Bratwürstchen, gab es natürlich auch Anderes, jedes Gericht zu einem Preis von 11,67 DM. Später stießen noch Fritz Gruber von Kosmos und Christian Wallisch vom Ali Baba Spieleclub e.V. hinzu. Der Abend war lang – die Nacht folglich kurz.
 

Mittwoch 5. Juli 2000

  • 8:00 Uhr, gemeinsames Frühstück im Hotel (nur unter Protest)
  • 9:00 Uhr, Treffen mit Nico und Gerrit in der Messe (die Zwei waren ausgeschlafen, dies sollte sich in den nächsten Tagen allerdings ändern)
In der gesamten Halle waren die Aufbauarbeiten voll im Gange. Die Sponsoren werkelten an ihren Ständen, Kosmos richtete sich ein, immer mehr Transparente und Fahnen wurden von der Hallendecke abgehängt, Tische und Stühle wurden rund um das Turnierterminal aufgestellt, die Tische wurden durchlaufend nummeriert, 238 insgesamt. Die Telekom war dabei die unzähligen Telefonanschlüsse zu verlegen. Unsere besondere Aufmerksamkeit galt der Einrichtung eines ISDN-Anschlußes, um die Spielezentrum-Homepage laufend aktualisieren zu können. Sämtliche Rechner in den beiden Datenerfassungszentralen wurden vernetzt, der Server eingerichtet und das speziell für diese Veranstaltung erstellte Programm installiert. Die ersten Testläufe innerhalb des Netzwerkes wurden durchgeführt und sorgten zunächst für einige Spannung. Aber wie es so schön heißt: „Probleme sind da um gelöst zu werden“. Da wir den Programmierer gleich mitgebracht hatten, hatte auch er etwas zu tun. 
Der Rest der Crew packte die mitgebrachten Kisten aus, räumte die Materialien ein, befasste sich mit der Standgestaltung oder überwachte den Aufbau der Turnierfelder. 
Um 18.00 Uhr fand dann die Einführung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Messe, durch Susanne und mich, statt. Dies Personal wurde an den Anmelde-, Info- und Sonder-Countern eingesetzt. 
Um 20.00 Uhr gab es dann die Einführung der Schiedsrichter durch Michael und Andre. Sämtliche Schiedsrichter wurden vom Ali Baba Spieleclub e.V. aus Nürnberg gestellt. An dieser Stelle noch einmal einen recht herzlichen Dank, im Besonderen an den 1. Vorsitzenden des Vereins, Christian Wallisch. 
Bei dieser Einführung war es wichtig, daß die Schiedsrichter den gleichen Informationsstand erhielten und nach den gleichen Regeln entscheiden sollten. Unser Prinzip ist es allerdings auch, ein Spiel an einem Tisch nur dann zu regeln, wenn der Schiedsrichter angefordert wird. Solange ein Spiel reibungslos verläuft und die Mitspieler/innen nichts zu bemängeln haben, schreitet auch kein Schiedsrichter ein. Wichtig ist, daß am Ende eines jeden Spiels der Tischzettel von allen Spieler/innen abgezeichnet und somit anerkannt wird. 

Gegen 22.00 Uhr, verließen wir die Messe und machten uns auf die Suche  nach einem  Restaurant. Zunächst gab es allerdings Probleme, wir mußten feststellen, daß der Tank unseres Busses bis auf einige Tropfen leer gefahren war, die Warnanzeige blinkte bedrohlich. Die Suche nach einer offenen Tankstelle gestaltete sich recht problematisch, wir sahen uns schon den Bus schieben.  Wie es nun mal so ist, Fremde in einer fremden Stadt. Nach einigen Adrenalinstößen gab es dann die Erlösung in Form einer offenen Tankstelle. Ein Restaurant befand sich, laut Auskunft des Tankwartes, nicht weit davon entfernt. Unser zweiter Tag in Nürnberg fand nun ein beschauliches Ende.
 

Donnerstag, 6. Juli 2000

  • Frühstück im Hotel zwischen 8.00 und 9.30 Uhr (diesmal fast ohne Protest)
  • Treffen auf der Messe zwischen 9.00 und 10.30 Uhr.
Na ja, so zwischen 9.15 und 11.00 Uhr trudelte dann die gesamte Crew ein. Es bot sich uns das gleiche Bild wie am Vortag. Mit dem Unterschied, daß die Aufbauarbeiten in einigen Bereichen fast abgeschlossen waren. 
Für unsere Datenverarbeitung hieß es an diesem Morgen, erstellen des Turnierplanes für das Finale am Freitag, Ausdruck der Turnierunterlagen für die Teilnehmer/innen und Erfassung der ersten Anmeldungen. Pünktlich ab 15.00 Uhr trafen dann auch die ersten Siedler/innen ein. 
Jeder Teilnehmer/in erhielt bei der Ankunft eine Siedler-Tasse, ein Siedler-Shirt, Infomaterial über Nürnberg und einen Beutel mit Siedler-Talern, die in den nächsten Tagen bares Geld darstellten, sie galten als offizielles Zahlungsmittel. 
Ein Teil der Crew des Spielezentrums verteilte sich ab 14.00 Uhr auf ihre Einsatzorte, alle anderen waren weiterhin mit den Vorbereitungen beschäftigt. Ab 18.00 Uhr standen Michael und Andre´, an unserem Infostand, für Regelfragen zur Verfügung. 
Zwischendurch gab es dann auch mal Zeit für etwas Smalltalk mit den eintreffenden Siedler und Siedlerinnen. Die ersten Eindrücke wurden digitalisiert und etwas später ins Internet gesetzt.
Die allgemeine Stimmung war sehr gut und jeder freute sich auf die kommenden Tage. Bei den Meisten, mit denen ich sprach, kam es nicht darauf an,  möglicherweise einen grandiosen Sieg zu erringen. Sondern alleine die Tatsache, an diesem Turnier teilnehmen zu können, einfach dabei zu sein und mit Siedler und Siedlerinnen aus ganz Deutschland zusammenzutreffen, war Grund genug, um nach Nürnberg zu kommen.

Gegen 21.00 Uhr verließen wir, ausgenommen unserem Chefprogrammierer, der noch eine Nachtschicht einlegen wollte, die Messe. Wir wollten noch einmal einen gemeinsamen Abend verbringen, bevor die Heerscharen über uns herfielen. Da dieser Donnerstag sehr sonnig und warm war, suchten wir einen Biergarten, der direkt am Stadtgraben lag, auf. Es wurde die uns schon bekannte, traditionelle Nürnberger Küche, geboten. Über Nürnberger Rostbratwürstl bis hin zum Schäufele, gab es alles was das Herz begehrte. Nachdem wir so richtig in Stimmung gekommen und der Bauch voll war, ging plötzlich, und für uns unerwartet, das Licht aus – Sperrstunde. So machten wir uns auf den Heimweg.
 

Freitag, den 7. Juli 2000

  • 8.00 Uhr Frühstück (diesmal ohne Protest – hatte man sich schon daran gewöhnt?) 
  • 9.00 Uhr treffen in der Messe
Als wir ankamen, war das Messepersonal schon eifrig dabei die ankommenden Teilnehmer/innen in Empfang zu nehmen. Es herrschte ein reges Treiben, Anmeldeformulare wurden ausgefüllt, Infomaterialien verteilt und jede Menge Fragen beantwortet. Um 13.00 Uhr sollte das Finale der Siedler-Meisterschaft 2000 beginnen. 256 Qualifikanten/innen mußten registriert werden. 
Um 12.30 Uhr wurden dann aus einer Liste von 150 Interessierten die ersten Nachrücker per Losverfahren nachnominiert. Aufgrund der Tatsache, das einige Teilnehmer/innen im Stau steckten, bzw. ein Zug Verspätung hatte, weil dieser ein Auto gerammt hatte, sowie einige Personen trotz ihrer angekündigten Verspätung nicht kamen, mußten wir noch einmal nachnominieren. Der Beginn des Turniers verschob sich um ca. eine Stunde, um 14.00 Uhr fiel dann der ersehnte Startschuß. 
Gespielt wurden an diesem Tag zwei Runden Siedler-Basis und eine Runde Seefahrer mit allen Qualifikanten/innen. Anschließend reduzierte sich das Feld auf 48 Personen, die noch einmal die Seefahrer spielten. Das Turnier endete gegen  21.00 Uhr mit der Nominierung der zwölf Endspielteilnehmer für den folgenden Tag. Die nicht Nominierten, 244 Siedler und Siedlerinnen, bekamen am Samstag ihre zweite Chance im „Meistersiedler-Turnier“.

Gleichzeitig lief die Anmeldung für das Meistersiedler-Turnier weiter, gegen 23.30 Uhr war dann Schluß. Mit Entsetzen mußten wir feststellen, daß über 100 Personen nicht erschienen waren. Wir hofften allerdings darauf, daß sie am Samstagmorgen doch noch kommen würden. Dies bedeutete für unsere EDV eine Nachtschicht, der gesamte Turnierplan mußte vorsorglich umgestellt werden und dies unter Berücksichtigung der möglichen Nachzügler. Eigentlich wollten wir so gegen Mitternacht die “Bettkarte stempeln“, im Hotel waren wir um ca. 3.30 Uhr. Wann allerdings unsere „Hacker“ ins Bett kamen, weiß ich bis heute nicht.
 

Samstag, den 8. Juli 2000

  • Für mich hieß es, Du bist um 7.00 Uhr auf der Messe (Protest !!???)
  • Ab 8.30 Uhr sollte die restliche Crew eintreffen (Protest gab es keinen!!)
Eine heißkalte Dusche, ein kurzes Frühstück und ein schnelles Taxi  waren an diesem Morgen die drei wichtigsten Dinge.

Um genau 7.00 Uhr betrat ich die Messehallen. Die Ersten ebenso unausgeschlafenen Siedler/innen liefen mir über den Weg und wollten Ihre Turnierunterlagen abholen. 
Dann tauchten plötzlich Personen auf, mit deren Erscheinen wir in keinem Fall mehr gerechnet hatten, ferner gab es immer mehr Neuanmeldungen. Auf diese Fälle waren wir vorbereitet und hatten eine begrenzte Anzahl an Dummys angelegt. 

  • Um 7.30 Uhr waren diese Dummys zum größten Teil vergeben. 
  • Um 7.45 Uhr holte ich die EDV aus dem Bett. 
  • Um 8.00 Uhr trafen sie ein.
  • Ab 8.10 Uhr nutzten wir die Turnierunterlagen der nicht Erschienen, als Dummys.
  • Um ca.8.15 Uhr trudelte der Rest der Crew ein.
  • Um 9.00 Uhr war dann letztendlich der nicht gewünschte Notfall eingetreten. 
Nach Abschluß der Anmeldung mußten wir  feststellen, daß ein nicht unerheblicher Teil der Personen, die sich am Vortag angemeldet hatten, also eigentlich Vorort sein mußten, die Turnierunterlagen nicht abgeholt hatten und folglich nicht mehr mitspielen wollten. Dies war für uns alle unverständlich und es gab auch keine Erklärung.

Gespielt wurde letztendlich mit 606 Teilnehmer/innen, von denen hatten sich noch ca. 60 Personen direkt in Nürnberg angemeldet, im Vorfeld lagen uns allerdings 709 Anmeldebestätigungen vor. Warum ca. 180 Personen trotz ihrer Zusage,  sowie ein Teil der bereits in Nürnberg gemeldeten, nicht erschienen sind, entzieht sich meiner Kenntnis. 
Ich persönlich halte dies für äußerst unfair, im Besonderen denen gegenüber, die teilnahmen.  Für uns war diese Situation hinderlich, da sämtliche Vorarbeiten und Planungen auf ungefähr diese Anzahl an Teilnehmer/innen ausgerichtet war. 
Das Registrieren von Neuanmeldungen und das Nichterscheinen einiger weniger Teilnehmer/innen (5-10%), war einkalkuliert. Aber das eine so große Anzahl an Qualifikanten/innen nicht erschien, kam für uns überraschend. Allein dieser Umstand und unsere Zuversicht, sorgten am Samstagmorgen für einen verspäteten Turnierbeginn. 
Obwohl dies nicht hätte sein müssen, wir konnten uns allerdings nicht vorstellen, daß ohne jegliche Rückmeldung ca. 180 Personen nicht erscheinen.  Während wir noch warteten, setzte unsere EDV ihre Nachtarbeit, die Überarbeitung des Turnierplans fort, ohne dabei Einfluß auf die Sitzverteilung zu nehmen. Dies war besonders wichtig, da wir ansonsten einen neuen Turnierplan hätten erstellen und verteilen müssen. Diese Verzögerung wäre dann katastrophal und nicht entschuldbar gewesen. Aufgrund dieses Hintergrundes entstanden nun einige Dreier-Tische. 

Gespielt wurden vier Runden „Die Siedler von Nürnberg“ mit allen Teilnehmer/innen. Erschwerend für uns wirkte sich hier die Tatsache aus, daß einige Mitspieler/innen nach der ersten, zweiten oder dritten Runde entschieden nicht mehr weiter zu spielen oder einfach mal ein Spiel auszusetzen. Dies brachte dann nur die Auswertung ein wenig durcheinander und ließ die EDV rotieren. Aber was machte das schon, es waren ja nur 605, 604, 603, 590, 450 oder sogar nur 400 Spielebegeisterte die möglicherweise warten mußten und nicht genau wußten, spielen wir jetzt an einem Dreier- oder Vierer-Tisch.

Gegen 20.00 Uhr war dann auch der letzte Tisch fertig, die Auswertung lief auf der Beamerleinwand durch und wurde minütlich aktualisiert oder korrigiert. Vor ihr standen dann auch einige hundert Personen um zu erfahren, ob sie denn am Sonntag noch dabei sind. Unterbrochen wurde dieses Spektakel durch einen immer wiederkehrenden Bildschirmschoner, dieser ließ sich nicht deaktivieren und steigerte durchaus die Spannung der Wartenden. 244 Meister-Siedler und Siedlerinnen, sowie die zwölf Finalisten der Siedler-Meisterschaft 2000, waren dann für den Sonntag nominiert.
Während die meisten Spieler und Spielerinnen die Ergebnisliste beobachteten, dröhnte mehrmals die Durchsage, „Bitte nicht vergessen, das Turnier beginnt morgen pünktlich um 8.30 Uhr“, durch die Hallen.

Das eigentliche Finale der Siedler-Meisterschaft 2000
Es begann um 10.00 Uhr und endete gegen 15.00, bzw. 17.00 Uhr. Gespielt wurde eine Runde „Städte & Ritter“ an zwei Tischen. Die jeweiligen Tischsieger wurden am Sonntag zum „Deutschen Siedler-Meister 2000“ gekürt.
Neben Mathias Burtscher, dem Deutschen Siedler-Meister 1999, nahmen auch Christian Schnabel und Jürgen Klein, die Deutschen Siedler-Meister 1998, an dem Finalspiel teil. Hier zeigt sich eigentlich recht deutlich, daß zu diesem Spiel, um es zu gewinnen, nicht nur eine Portion Glück gehören, sondern auch taktischen und strategisches Kalkül gefordert sind.

Dieses Finale verlief nicht ohne Spannungen. Auch wenn man einen der Teilnehmer während des Spielverlaufes in einem Buch lesend beobachten konnte. Zum Ende kam es dann an einem Tisch zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Spieler und den Schiedsrichtern. 
Der Hintergrund war eine mißverstandene Spielregel, die innerhalb des Regelwerkes eindeutig geklärt ist. Zur Erklärung: Das Aufrüsten eines Ritters gilt als Bauphase, nach dem Aufrüsten kann der Ritter bewegt werden, anschließend ist der Zug beendet. 
Zu Beginn des Spiels wurde der Ritter aufgerüstet und gezogen, anschließend sollte noch gehandelt werden. Dies wurde vom Schiedsrichter untersagt. Während des gesamten Spielverlaufes gab es keine ähnliche Situation. Zum Ende des Spiels wurde der Ritter gezogen und es sollte gehandelt werden. Dies wurde reklamiert, die Schiedsrichter entschieden entsprechend der Regel für das Handeln, da der Ritter vorher nicht aufgerüstet wurde. Diese Entscheidung der Schiedsrichter war regelgerecht und somit korrekt. 
Vielleicht ist hier nicht immer im Sinne der Teilnehmer/innen entschieden worden. Es ist aber versucht worden, immer regelgerecht zu entscheiden. Eine Schiedsrichterentscheidung wurde nur notwendig, wenn diese eingefordert wurde. Solange die drei oder vier Personen an einem Tisch mit ihrer Spielweise und Auslegung der Regeln keinerlei Probleme hatten, bestand auch keine Notwendigkeit für das Einschreiten eines Schiedsrichters.

Die Platzverteilung Tisch 1:
1. Deutscher Meister  Jan Rolf,Recklinghausen 
2. Vizemeister  Jörn Niewert, Wolfenbüttel 
3. Emanuel HinterbauerThalgau, Österreich 
4. Dieter Seitz, Oberdachstetten
5. Gunar Bertram, Hannover 
6. Jürgen Klein, Langen 

Die Platzverteilung Tisch 2:
1. Oliver Pyttlik, Kürten-Busch
2. Thorsten Mehring, Duisburg
3. Christian Schnabel, Neuenwalde
4. Markus Riegel, Stadtbergen
5. Mathias Burtscher,Gartenau Österreich (TV)
6. Stefan Kaiser, Stuttgart

Die Siedler-Meile
Der anschließende Abend stand dann ganz im Zeichen der „Siedler-Meile“. In der Nürnberger Innenstadt gab es Restaurants, Kneipen und Gaststätten, die als Siedler-Treff gekennzeichnet waren, für jeden Siedler ein spezielles Angebot bereithielten und die Möglichkeit zum Spielen boten. Gegen 22.30 Uhr kamen auch wir in die Stadt und wurden gleich von zufriedenen Turnierteilnehmer/innen begrüßt. Wir erhielten eine Einweisung in die Angebote der einzelnen Siedler-Treffs und immer wieder wurde uns versichert, wie gut es ihnen in Nürnberg gefällt. 
Nachdem wir uns bei einem amerikanischen Hamburgerverteiler gestärkt hatten, woanders gab es leider nichts mehr, machten wir uns gegen 1.00 Uhr auf den Weg ins Hotel zurück und bereiteten uns seelisch auf den letzten Tag vor.
 

Sonntag, den 9. Juli 2000 

  • 7.00 Uhr Frühstück
  • 8.00 Uhr auf der Messe
  • 8.30 Uhr Turnierbeginn (wir wollten auch einmal den Zeitplan einhalten)
Wie eben an jeden Morgen, wenn ich aufwache, schaue ich zunächst auf die Uhr neben meinem Bett.  Was!!!????    -         -        9.15 Uhr, ich kann es nicht glauben, ich rufe die Zeitansage an, 9.16 Uhr – ich mußte es glauben! 
Ich setze mich langsam hin und bin eigentlich ganz froh, daß Britta, Susanne, Michael, Andre´, Jens. Jörg, Björn, Günter, Sascha, Ulrich, Carsten, Martin und Thorsten mich haben schlafen lassen. Eine kurze Dusche, ein etwas längeres Frühstück und der anschließende Anruf bei Michael – es ist alles OK. Und wenn es nicht so wäre – was hätte ich ändern können?
Um 10.30 Uhr betrat ich dann ausgeschlafen und einigermaßen gesättigt die Messehallen, das Turnier war pünktlich angelaufen und befand sich schon in der zweiten Runde. Heute wurde nach einem reinen KO-System gespielt, nur der jeweilige Tischsieger kam weiter. Gespielt wurde auf der Sonderspielfläche, ein für Zuschauer gesperrter Bereich, um die Teilnehmer/innen ungestört spielen zu lassen. Es wurden die drei Vorrunden ohne große Pause durchgespielt, sobald ein neuer Tisch komplett besetzt war, ging es weiter. So kam es vor, daß ein Tisch aus der zweiten Runde noch spielte, wie einige aus der Dritten schon fertig waren. Dies sorgte dann auch dafür, daß das Finalspiel um ca. 1 Stunde verschoben werden mußte. Für uns stand hier von vornherein fest, daß wir die einzelnen Spiele zeitlich nicht begrenzen und folglich die Teilnehmer/innen ausspielen lassen werden. Dies war für uns in Anbetracht der zu gewinnenden Preise notwendig. 

Das Finale der „Meistersiedler von Nürnberg“
Um 15.00 Uhr begann das Finalspiel der „Meistersiedler von Nürnberg“. Klaus Teuber und Günther Koch moderierten das Spiel. Der Spielverlauf wurde simultan an einem Großspiel nachgestellt. Das eigentliche Spiel der vier Finalisten fand in einem separaten Raum statt und wurde von einer über dem Spielbrett plazierten Kamera auf zwei Monitoren und einem Großbildschirm übertragen. Mehrere hundert Augenpaare verfolgen den ca. 70 minütigen Wettkampf. Fanfarenbläser untermalten jeden entscheidenden Spielzug. Klaus Teuber und Günther Koch kommentierten die einzelnen Spielzüge und gaben auch schon mal eine Prognose ab. Spannend blieb das Spiel bis zur letzten Minute. 

Ein sichtlich überraschter und hocherfreuter, aber auch erleichterter  „Meistersiedler von Nürnberg“ kam anschließend, begleitet von Fanfarenklängen und tosendem Klatschen,  die breite, vor dem Großspielfeld endende Treppe, gefolgt von seinen Mitstreitern, herunter. Matthias Wendler, ein Berliner, wurde nun zum „Meistersiedler von Nürnberg“ gekürt. Der Hauptpreis, ein Auto für ein Jahr, mit einer Siedler-Motorhaube, war ihm sicher. 

Die Plazierungen: 
1. Matthias Wendler, Berlin
2. Björn Becker, Aachen
3. Martin Maldner, Offenburg
 4. Stefan Fleischmann, Bonn

Anschließend wurden die Gewinner der Siedler-Meisterschaft 2000 gekürt. Die beiden diesjährigen Herrscher über Catan hatten die Qual der Wahl. Auch hier gab es ein Auto zu gewinnen, der zweite erste Preis war eine gleichwertige Reise in den sonnigen Süden.

Nach der Siegerehrung machten wir uns daran, unsere Utensilien für die am nächsten Tag stattfindende Heimreise einzupacken.

Montag, den 10. Juli 2000
Frühstück so spät wie möglich, daß hieß, spätestens um 9.50 Uhr mußten wir vor unserer Kaffeetasse sitzen, wer später kam, bekam nichts mehr.
Anschließend fuhren wir noch einmal zur Messe, beluden unseren Bus und verabschiedeten uns von Nico Triebner und den anderen Mitarbeitern der Messe.
Gegen 18.00 Uhr waren wir dann wieder zuhause.

Alles vorbei!
Ein Turnier wie jedes Andere ist gelaufen – ganz bestimmt nicht! 
Für uns war dieses Turnier eine Herausforderung, eine Herausforderung die all unsere Kapazitäten beanspruchte  Es war aber auch eine Herausforderung an die Euch, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Drei Tage Siedler pur, kann Mann/Frau dies aushalten, ich kann Euch nur bewundern wie Ihr dies mit uns durchgestanden habt und bedanke mich. Vielleicht gibt es ja ein nächstes Mal?

Fazit
Zwei Turnier an einem verlängerten Wochenende, 632 Teilnehmer/innen, ca. 2000 Gäste und Besucher, sowie ein immenser logistischer Aufwand, gestalteten drei spielerische Tage 
in Nürnberg. Drei Tage an denen mir überwiegend zufriedene und begeisterte Siedler und Siedlerinnen über den Weg liefen und dies auch kund taten. Der Stress der sich bei uns immer in den kritischen Vorbereitungs- und Turnierphasen entwickelte, wurde eigentlich immer wieder durch genau diese zufriedenen Gesichter und Gespräche relativiert. 
Wir erlebten diese Veranstaltung als ein gelungenes Event, an das die Teilnehmer/innen wie auch wir uns gerne erinnern werden. So unter dem Motto: „Weißt Du noch, damals in Nürnberg ............ ?!“ Für Einige kann diese Frage dann auch noch mit einem kleinen Mitbringsel, wie einem Toilettenschild, ein Plakat, eine der Ausschilderungstafeln zur Messe hin, einem Wegweiser ins Siedler-Camp oder sogar dem ca. 1m x 1,50m, großen Stationsschild der U-Bahnhaltestelle an der Messe, untermalen.

Einige Fakten – wen es interessiert!

  •  ca. 220 laufende Meter Standwände wurden verbaut
  •  ca. 60 Meter Theke wurden aufgestellt
  •  ca. 5000 Quadratmeter Teppich wurden verlegt
  •  ca. 500 Meter Absperrbänder wurden gezogen
  •  ca. 300 Meter Telefonleitungen wurden verlegt
  •  ein Computer-Netzwerk über einer Entfernung von ca. 300 Metern wurde installiert
  •  25 Rechner wurden aufgebaut
  •  ca. 10.000 Blatt Papier wurden verbraucht
  •  238 Turniertische wurden aufgebaut
  •  952 Stühle wurden aufgestellt
  •  80.000 Siedler-Eier wurden verteilt
  •  ca. 4000 Getränkedosen wurden verteilt
  •  Die Schiedsrichter und die Crew des SPZ verzehrten ca. 250 belegte Brötchen
  •  ca. 10 Pfund Kaffee wurden von der Crew getrunken
  •  ca. 40.000 Siedler-Taler wurden verteilt und möglicherweise auch ausgegeben
  •  ca. 1.500 Siedler-Shirts wurden verteilt
  •  ca. 900 Siedler-Tassen wurden verteilt
  •  ca. 650 Teilnehmer/innen und ca. 150 Begleitpersonen
  •  ca. 1500 - 2000 Besucher, lt. NürnbergMesse
  •  das SPZ aus Herne rückte mit 14 Personen an
  •  die NürnbergMesse stellte ca. 40 weitere Mitarbeiter/innen
  •  35 Schiedsrichter des Ali Baba Spieleclub e.V. aus Nürnberg
  •  etliche Schuhsohlen wurden abgelaufen
  •  usw.
An dieser Stelle .......
Ein dickes Lob und ein herzliches Dankeschön gilt im Besonderen allen Mitarbeiter/innen des Spielezentrums die es ermöglichten dieses Turnier zu organisieren und durchführen. Mein Dank gilt:   Susanne, Britta, Michael, Andre´, Jens,  Günter, Jörg, Sascha, Martin, Björn, Carsten,  Thorsten

Ein weiteres Dankeschön gilt unserem Sozialdezernenten Meinholf Nowak, der uns bei diesem Vorhaben unterstützte und immer wieder behilflich war, sowie der Stadtverwaltung Herne im Allgemeinen, die diese Projekt erst ermöglichte, und im Besonderen unserem Oberbürgermeister Herrn Wolfgang Becker 

Eine kritische Nachlese
Während, wie auch nach der Veranstaltung kam gab es Stimmen, die da sagten: „Der H. Hexfeld, der E. Erz oder der S. Schaf. die spielen unfair, die mogeln, die betrügen. Das hat mir auch schon der L. Lehm erzählt, der mit einem dieser Personen gespielt hat, bzw. ich habe dies vom H. Holz gehört, der hat mit einem gesprochen, der wiederum mit einer dieser Personen gespielt hat. All diese Geschichten habe ich mir angehört, bzw. im Internet verfolgt. 
Denen ich zuhörte, stellte ich die Frage: „Wurde dies den Schiedsrichtern oder der Turnierleitung gemeldet?“. Die Antwort die ich dann erhielt entsprach immer meinen Erwartungen. Es wurde natürlich nicht gemeldet und man selber war ja auch nicht dabei.
Denen aus dem Internet stelle ich hier diese Fragen!
Vereinzelt gab es allerdings schon mal Situationen die angemeldet wurden, diese wurden dann rein menschlich und im Ermessen der einzelnen Schiedsrichter entschieden. Ich denke, daß dies auch die richtige Lösung war, auch wenn sie nicht immer im Sinne eines oder mehrerer Mitspieler war.

Zum Anderen wurde immer wieder über Fairneß gesprochen oder geschrieben. Fair ist in diesem Fall für mich ein regelgerechtes Spielverhalten, sich selbst und auch seinen Mitspieler/innen gegenüber. Fair ist es auch, keinen anderen Mitspieler zu seinen eigenen Gunsten zu beeinflussen, ihm also die Entscheidung für den nächsten Zug selbst zu überlassen. Fair ist es natürlich auch, nicht zu schummeln, aber wer hat noch nie geschummelt. In der Bibel steht schon geschrieben: „Wer da ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein“.  Darüber hinaus sollte es bewiesen werden können. 

All diese Anschuldigungen sind schnell ausgesprochen und haben sich noch schneller herumgesprochen, nur beweisen konnte dies kaum Jemand. Ist das Fair? 

Eines hat mir diese Veranstaltung gezeigt und dies könnte möglicherweise eine der Ursachen der möglichen Unfairness, während des Spiels wie auch im Nachhinein, sein. 
 Für ein ausgewogenes Spielverhalten stehen auch die Preise, die es zu gewinnen gibt. Wir vertreten den Standpunkt, daß der zu gewinnende Preis bei einem Brett- oder Kartenspielturnier, nicht der eigentliche Auslöser für die Teilnahme sein sollte. Ein Preis, wie auch eine dazugehörende Erinnerung, sind selbstverständlich. Ein Preis darf allerdings nicht so hoch angesetzt sein, daß er möglicherweise das Spielverhalten beeinflußt. Es sollte immer der Spaß im Vordergrund stehen. 

Peter Janshoff

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