Der erste Tag der Endausscheidung
der
2. Deutschen Meisterschaft
"Die Siedler von Catan"
Der Freitag morgen begann erfreulich, da
sich bereits um 11.45 Uhr alle Teilnehmer der Endausscheidung einfanden.
Die anwesenden Zweiten der Qualifikationsturniere fanden dies jedoch eher
bedauerlich, da es in diesem Jahr somit keine Nachrücker in das Turnier
gab.
Nach einer kurzen Ansprache von Fritz
Gruber vom Kosmos Verlag und Peter Janshoff (in der es auch um Nürnberg
2000 ging, mehr dazu erfahrt Ihr unter Siedler 2000 hier auf unserer Homepage)
konnte das Turnier endlich begingen.
Das Siedeln fand in äußerst
entspannter Atmossphäre statt. Fast durchgängig wurde es gestattet
vergessene Aktionen nachzuholen, eventuelle Regelnfragen wurden zumindest
noch während der beiden Spiele mit dem Basisspiel meist am Tisch von
den Spielern geklärt.
Nach dem ersten Spiel vermutete ich, dass
alles so wie im letzten Jahr laufen würde, den die Titelverteidiger
(Christian Schnabel und Jürgen Klein) gewannen jeweils ihre Auftaktspiele.
Nach dem zweiten Spiel wurde die Spannung
bei den Teilnehmern merklich grösser, es geisterten Zahlen durch den
Saal. Es wurde von 11, 11.5, 12 Punkten geredet, die nötig seien um
das Finale zu erreichen.
Das dritte Spiel (Seefahrer) war dann
gegen 17.00 Uhr beendet und das grosse Rechnen konnte beginnen. Besonders
während dieser Phase waren alle Teilnehmer, die 11 oder 11,5 Punkte
erreicht hatten sehr nervös und gespannt auf das Ergebnis. Am Ende
reichten 11,5 Punkte für den Einzug in das Finale am Samstag, d.h.
zwei Siege und ein geteilter dritter Platz waren Pflicht.
Besonders beeindruckt haben mich die Leistungen
unserer beiden 12-jährigen Teilnehmer. Marc Sander landete auf einem
beachtlichen 29. Rang, ließ damit mehr als die Hälfte aller
Teilnehmer hinter sich, darunter auch den deutschen Meister von 1998, Christian
Schnabel, der schließlich Platz 40 belegen sollte. David Lorenzen
aus Markt Schwaben schaffte gar als sechster den Einzug ins Finale am Samstag.
Es bleibt zu erwähnen, das mit Jürgen Klein einer der beiden
Titelverteidiger schließlich den Sprung ins Finale als Vierter schaffte.
Zwei Spieler schienen an diesem Tage unschlagbar:
Mathias Burtscher und Ulrich Voigt hatten
alle drei Partieen der Vorrunde für sich entscheiden können und
waren somit als beste Siedler der Vorrunde qualifiziert. Es blieb die Vorfreude
auf ein spannendes Finale am Samstag.
(Michael Bartusch)
Das Finale der Endausscheidung
der 2. deutschen Meisterschaften im
"Siedler von Catan"
während der Spiel'99
in Essen
An diesem Samstag zeigten sich die Teilnehmer
sichtlich nervöser als am Vortag. Es wurden vermehrt Raucherpausen
eingelegt, vor Beginn des Spiels gingen einige Teilnehmer nervös auf
und ab. Die Anspannung war einigen Teilnehmern durchaus am Gesicht abzulesen.
Auch wurde härter gehandelt als noch am Vortag. Während an einem
Tisch der Sieger schon noch ca. 90 Minuten feststand (Stephan Kempen setzte
sich relativ klar durch) wurde an dem anderen Tisch schon fast verbissen
gekämpft und es sollte das wohl spannenste Städte & Ritter
- Spiel werden, das ich als Schiedsrichter bisher gesehen habe. Es lief
nach ca. einer Stunde alles auf einen Zweikampf zwischen Mathias Burtscher
und Wolfgang Harsch heraus. Zunächst sah es so aus, als hätte
Wolfgang Harsch die besseren Karten, zumal Mathias Burtscher direkt zu
Beginn des Spiels eine Stadt an die Barbaren verlor. Doch nach überaus
spannenden 210 (!) Minuten gwann schließlich Mathias Burtscher diese
Partie. Jürgen Klein, der Titelverteidiger, belegte am Ende in dieser
Partie Platz 3.
Die beiden Spiele waren von vielen brillanten
Spielzügen geprägt und haben beide wirklich den Titel eines Finals
einer deutschen Meisterschaft verdient.
Die Siegerehrung wurde schließlich
gemeinsam von Klaus Teuber und Peter Janshoff durchgeführt.
Ich freue mich schon auf Nürnberg
2000. Einige der Teilnehmer werde ich sicher wiedersehen, zumal ja an diesem
Turnier 256 Spieler teilnehmen und es dementsprechend einfacher ist, sich
zu qualifizieren.Michael Bartusch |