Die DM 2001
Das Ergebnis - Die Sieger
Ein kurzer Bericht zur DM 2001
Die Plazierungen:
 
Pl. Team Ort Pkt. Ez-platz.
1. Wi suend all dor Horneburg 62.5  [9,5,2,0]
2. Rembrandt ??? Duisburg  57.5 [8,3,4,1]
3. Die Paten Buxtehude 55.5 [8,2,5,1]
4. Das kleine Arschloch & seine Freunde Mannheim 55.0 [9,1,2,4]
5. Hettrumer Frustzwerge I Hettenleidelheim 54.0 [6,6,4,0]
6. Die Psychopaten Hannover 53.0 [7,3,3,3]
7.  Die anonymen Spieler Plochingen 52.0 [7,3,3,3]
8. Emslandske Speelfroende Meppen 51.0 [4,8,3,1]
9. Die irren Attenpeter Koeln 49.0 [5,5,4,2]
10. Karl's Knappen Aachen 49.0 [6,3,3,4]
11. Wuide Weekend Wuerfler Muenchen 47.5 [5,5,2,4]
12. Die Klingenberger Harsefeld 47.0 [4,5,5,2]
13. The Spanish Inquisition Wuppertal 47.0 [6,1,5,4]
14. Linie 1 Graben-Neudorf 46.0 [2,10,2,2]
15. Koelner Spiele-Kluengel Koeln 46.0 [6,2,2,6]
16. Die Meerbuscher Meerbusch 45.0  [4,3,7,2]
17. Reserve Meppen 44.0 [5,2,4,5]
18. Das blutende Herz Springe 43.0 [4,2,8,2]
19. Alfabeten Leipzig 42.0 [2,8,3,3]
20. CV-Geist Wetter 41.0 [3,5,3,5]
21. Ohne Risiko mit 4 Nebenwirkungen Muenchen 39.0 [3,3,5,5]
22. Al Capone Kiel  38.0 [2,6,2,6]
23. Die grauen Eminenzen Hofheim 38.0 [4,2,3,7]
24. Die Ostsee-Zocker Eckernfoerde/Kiel 36.5 [2,5,4,5]
25. Staying cool Duisburg 36.0 [2,4,5,5]
26. Spielende Hobbits Paderborn 36.0 [1,6,4,5]
27. Kai Ahnung Pfullingen 35.5 [2,4,4,6]
28. Eastside Rules Greifswald  34.0 [2,4,2,8]
29. IGRAJEM Koeln 33.0 [1,3,7,5]
30. Dank ueberlegener Geisteskraft Abensberg 32.5 [1,3,7,5]
31. Die Sonnenkinder  Muelheim an der Ruhr 31.5 [1,2,8,5]
32. Hettrumer Frustzwerge III Hettenleidelheim 31.0 [1,3,5,7]

 
Ein kurzer Bericht zur DM 2001

Dieses Jahr ging es dann das erste Mal in den nun 3 Jahren, die ich bei der Brettspielmeisterschaft dabei bin wirklich pünktlich los. Alle Teams waren eingetroffen, Ersatzteams wurden nicht benötigt. Wir (andre, Reinhard, ich) waren alle recht nervös, für Reinhard war es der erste Einsatz als Schiedsrichter überhaupt, für mich und Andre der Einsatz ohne die grossartigen Regelkenntnisse von Jo Weigand, der aufgrund einer Hochzeit im engeren Familienkreis leider verhindert war.
Es war also klar, dass wir diesmal weit mehr gefordert werden würden. Ausserdem stand mit San Marco ein äusserst zeitintensives Spiel auf dem Plan, es war klar, das dieses Turnier lange dauern würde, aber vor dem Turnier hatten wir gehofft in ca. 7 Stunden fertig zu sein.

Diese Hoffnung erwies sich als äusserst trügerisch, wir alle rechneten mit einem schnellen ersten Durchgang, Meridian hielten wir alle für nicht gerade komplex und dachten es müsste ja ca. in 45 Minuten durch sein. Tja, ca. 100 Minuten später war dieses Spiel dann auch vorbei und wir begannen mit der San Marco Runde. San Marco wurde für alle Tische mit der gleichen Startaufstellung gespielt. Interessant war dabei, dass sich die Siege vor allem in der Position des Startspielers häuften und der Spieler Nr. 4 wohl den schwersten Stand hatte. Für Teams, die auf den Positionen 3 und 4 Siege holten, ging es in dieser Runde weit nach Vorne. Schon nach diesem Durchgang führten die Spieler von Wir sünd all door aus Horneburg und sie sollten diese Führung noch weiter ausbauen.

Noch während dieses Spiels sah man plötzlich mehrere Spieler, die einen Knopf im Ohr hatten und sich scheinbar mehr aufs Radio konzentrierten als auf das Spiel. Das Rennen Schalke gegen den FC Bayern polarisiert eben. In Herne waren die Schalke-Sympathisanten klar in der Übermacht, was wohl an der geografischen Lage der Wohnorte der Teilnehmer liegt. Es gab auch noch ein kleines Lager der BVB-Fans (zu denen ich mich zähle), die auf eine Niederlage der Schalker hofften, damit sich der BVB direkt für die Champions-League qualifizieren könnte. Das Interesse am Fußball legte sich aber recht bald, nämlich als Schalke 0:2 zurücklag und alle die Sache sowieso für gelaufen hielten.
Doch relativ bald nach der Pause (mittlerweile stand es in Schalke 2:2) bestand die Hauptaufgabe der Schiedsrichter in der Durchgabe von Spielergebnissen an die Spieler. Noch während des San-Marco Spiels führte Schalke schließlich 4:3, und nun stand für viele Spiele der letzte Spieltag der Bundesliga klar im Vordergrund.

Medina wurde kurz vor Ende der Bundesligaspiele gestartet. Es sollte wieder eine lange Partie werden, sogar so lange, dass wir uns gezwungen sahen für einen Tisch eine Zeitbegrenzung einzuführen, indem wir die Züge auf 90 Sekunden beschränkten. Nach diesem Spiel lagen die Horneburger bereits mit 5(!) Punkten in Führung und es war klar, dass sie gewinnen würden, wenn Sie im letzten Spiel (Traumfabrik) nicht völlig daneben liegen würden.

Die Schiedsrichter mussten zwar zu Medina einiges erklären, aber meist bezogen sich die Fragen auf aktuelle Fußballergebnisse. Die Freude überwog, als der HSV das 1:0 gegen den FC Bayern schoss, alle wähnten Schalke als Meister und nur in einer hinteren dunklen Ecke des Saales (ab heute die FC Bayern-Ecke) wurde gejubelt als das 1:1 in Hamburg fiel. Bis zum Ende der Brettspielmeisterschaft blieb der letzte Bundesligaspieltag das meistdiskutierte Thema an den Spieltischen.

Gegen 19.00 Uhr starte schließlich die letzte Runde mit Traumfabrik. Sie dauerte bis gegen 20.15 Uhr und bald darauf war auch der letzte Zettel ausgewertet. Die Abstände in den oberen Rängen waren diesmal gross, die Horneburger "Wir sünd all door" Manschaft gewann mit einem klaren Abstand. Was uns als Herner (und auch bekennende Ruhrgebietler) besonders freute war der zweite Platz von Rembrandt.

Ich freue mich schon auf die nächsten Meisterschaften im Jahr 2002, dann hoffentlich wieder mit Jo Weigand, und ebenso freue ich mich darauf viele der Spieler hoffentlich auch bei der Endausscheidung der Siedler von Catan in Essen auf der Spiel 2001 wiederzusehen.

Michael Bartusch-Lenzen

 
 
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