Regeln der regionalen Vorausscheidung zur
Deutschen Mannschaftsmeisterschaft
im Brettspiel 2002
23. oder 24. Februar 2002
(Stand:  28.01.2002)
Letztes Update,  diese Seite Regeln 28.01.2002
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(Letzter Update in kursiver, fetter Schrift)
Grundsätzliches

Die Startreihenfolge richtet sich immer nach dem Turnierplan und nicht nach den in den Spielregeln beschriebenen Auslosungsverfahren. Das Amt des Bankhalters, Schriftführers etc. übernimmt immer der Startspieler.

Jeder Spieler hat das Recht, die Anzahl des vorhandenen Spielmaterials zu zählen und die Vollständigkeit durch erneutes Zählen nach dem Spiel zu kontrollieren.

Die Veranstalter behalten sich vor, eventuell Original-Material durch andere Materialien zu ersetzen (statt Chips z.B. Spielgeld oder Punktnotation auf separatem Papier). Genaueres hierzu wird erst unmittelbar vor jedem Spiel bekanntgegeben.

Den Veranstaltern ist es freigestellt - auch während einer Partie - Zeitbeschränkungen pro Zug (z.B. mit Hilfe einer Sanduhr) einzuführen. Diese Regelung sollte sehr behutsam eingesetzt werden, z.B. wenn eine überlange Turnierdauer absehbar ist, oder wenn einzelne Tische deutlich länger als die große Mehrzahl der anderen Tische benötigen.

Die Punktwertung pro Tisch ist 5-3-2-1. Bei geteilten Plätzen werden die Punkte für die belegten Plätze gleichmäßig auf die Gleichrangigen verteilt (z. B. 2,5 Punkte bei geteiltem 2. und 3. Platz). Die punktstärkste Mannschaft gewinnt das Turnier.

Bei Punktgleichstand entscheiden die wenigsten ersten Plätze, herrscht auch dann noch Gleichstand entscheiden die wenigsten vierten Plätze (dadurch wird die “geschlossenere” Mannschaftsleistung hervorgehoben) .Sollte nun noch Gleichstand herrschen entscheiden die meisten zweiten Plätze. Als letztes Entscheidungskriterium wird dann noch der beste Einzelspieler herangezogen.

Für den Turnierort "Brettspielwelt" gelten die Regelungen dort. Wir haben uns jedoch bemüht, die Unterschiede so gering wie möglich zu halten. 

Die Spiele werden in der Reihenfolge der nachstehenden Regelergänzungen gespielt.

Kardinal und König
Bis auf folgende Änderungen/Erläuterungen gelten die Original Goldsieber-Regeln.

Erläuterung zum "Setzen von Spielsteinen":
Hat ein Spieler in einem Land, dessen Rat voll besetzt ist, die Mehrheit an Klöstern, so darf er, sofern es dafür noch ein freies Klosterfeld gibt und er die passenden Karten hat, zuerst ein Kloster bauen und damit die zulässige Anzahl der Räte erhöhen und dann einen weiteren Rat einsetzen.

Änderung der "Zwischenwertung":
Ist der Nachziehstapel aufgebraucht,d.h. die letzte Karte wurde gezogen egal ob als Handkarte oder als Ergänzung der Auslage, so wird der Ablagestapel sofort gemischt und als neuer Nachziehstapel bereitgelegt. Erst nachdem die laufende Runde fertig gespielt ist, erfolgt die Zwischenwertung. (Vor einer Wertung sollte jeder gleich oft zum Zug gekommen sein!)

Erläuterung zur "Wertung der Klosterketten":
Wenn es einem Spieler gelingt, Klosterketten in T-Form zu errichten, wobei jeder Arm für sich betrachtet vier oder mehr Klöster umfasst, dann darf der Spieler dieses Konstrukt als zwei Klosterketten auffassen und diese getrennt werten. Weiterhin gilt, dass jedes Kloster nur ein einziges Mal gewertet werden darf, das gilt auch für den Kreuzungspunkt.

Carcassonne
Bis auf folgende Änderungen/Ergänzungen gelten die "Hans im Glück"-Regeln in der "Spiel des Jahres"- Fassung. (Diese unterscheidet sich nur in der Bauernwertung, siehe unten).

Änderung der "Spielvorbereitung": 
Zu Beginn des Spieles zieht sich jeder zwei Landschaftskarten, die verdeckt gehalten werden. Bis auf die letzte Runde hat also jeder Spieler immer zwei Karten, von denen er eine auslegen muss.

Änderung der "Spielreihenfolge": 
Zur Erhöhung des Spielflusses gilt folgende Reihenfolge: 
1) Landschaftskarte legen, 
2) evtl. Gefolgsmann setzen, 
3) Landschaftskarte nachziehen, solange bis nur noch drei Landschaftskarten übrig sind. (Auf diese Weise kommt jeder Spieler gleich oft an die Reihe.) In der letzten Runde legt jeder Spieler die ihm verbliebene, einzelne Landschaftskarte.

Änderung der "Spielreihenfolge": 
Um eine bessere Übersicht zu erreichen, sind Gefolgsleute, die als Bauern eingesetzt werden, auf die entsprechende Wiese zu legen (nicht zu stellen!).

Änderung der "Bauernwertung": 
Die Bauern werden erst bei Spielende gewertet. Einen eingesetzten Bauern kann man also niemals vorher zurückbekommen. Bei Spielende wird die Bauernmehrheit auf jeder Wiese festgestellt. Jeder Spieler erhält für jede fertige Stadt auf dieser Wiese bzw. jede an diese Wiese angrenzende fertige Stadt drei Punkte. Jeder Spieler darf allerdings jede Stadt nur einmal für sich werten. (In der 1. hier nicht anzuwendenden Fassung der "Hans im Glück"-Regeln wurde für jede Stadt die Bauernmehrheit ermittelt und derjenige Spieler erhielt vier Punkte. Bei Gleichstand erhielt jeder an der Mehrheit beteiligte die vollen vier Punkte.)

Die Meuterer
Bis auf folgende Änderungen/Erläuterungen gelten die Adlung-Regeln ohne die Piratenvariante. 

Änderung der "Spielvorbereitung":
a) Die Reihenfolge der Inseln wird an einem Tisch ausgelost und ist an allen anderen Tischen nachzubilden. 
b) Der Startspieler gemäß Turnierplan ist der 1. Kapitän.

Erläuterung zum "Warenverkauf": 
Sollten alle vier Spieler die gleiche Anzahl Waren gelegt haben, bekommt keiner Punkte, auch der Händler nicht!

Erläuterung zum "Nachziehen der Warenkarten":
Beginnend mit dem Kapitän erhält jeder Spieler vollständig seine neuen Warenkarten (nicht reihum einzeln). Ein evtl. Lademeister erhält seine zusätzlichen drei Warenkarten ebenfalls sofort und hat seine Ablage auch zu tätigen, bevor der nächste Spieler die Karten erhält (nur wichtig, wenn für den nächsten Spieler gemischt werden muss). Die Ablage des Lademeisters erfolgt unter den "offenen Ablagestapel",  gibt es also einen, so nimmt der Lademeister den Ablagestapel und legt seine Ablagekarten darunter (d.h. die Mitspieler kennen keine seiner Ablagekarten), gibt es gerade keinen Ablagestapel, so bildet er einen neuen (d.h. die Mitspieler erkennen die oberste der Ablagekarten).

Die Fürsten von Florenz
Bis auf folgende Änderungen/Erläuterungen gelten die Original alea-Regeln.

Erläuterung zur "Auslage":
Geld bleibt auf dem Tisch , darf aber verdeckt gehalten werden, z. B. unter der ersten ausgelegte Personenkarte. Die noch verfügbare Summe muss auch auf Nachfrage nicht genannt werden.

Erläuterung zum "Bieten" (Phase A): 
1) Jeder Spieler muss in dieser Phase ein "Teil" erwerben. 
2) Das erste Gebot ist immer 200 Florin. Jede Steigerung erhöht um genau 100 Florin. Jeder Spieler ist nicht auf sein Bargeld beschränkt, er kann darüber hinaus bieten und muss, sollte er die Versteigerung gewinnen, den Rest mit Prestigepunkten begleichen. Schulden auf Prestigepunkte sind allerdings nicht zulässig. Sollte jemand auch über diese Grenze hinaus geboten haben, wird die Versteigerung wiederholt.

Erläuterung zum "Spielen von Abwerbekarten": 
Abwerbekarten können "nur" zu zwei Zeitpunkten eingesetzt werden: 
1) direkt nach der Versteigerung, um sich eine bereits von einem anderen Spieler (!) ausgelegte Personenkarte in die Hand zu holen, und 
2) während der eigenen Phase B. Das Abwerben selbst zählt nicht als Aktion. Die so erworbene Personenkarte kann dann sofort genutzt werden, ein Werk zu vollbringen (Aktion!), oder kann auch auf die Hand genommen werden. 
 

Jo Weigand 
DM-Brett Index RegVor 2002
Die DM 2002
Spielezentrum
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