Meuterei
auf hoher See! Eigentlich wirkt alles ganz friedlich auf dem Schiff. Mit
vollen Laderäumen steuert der Kapitän die nächste Insel
an, um dort Waren zu verkaufen. Doch der Schein trügt, denn der Meuterer
hat ganz anders im Sinn:
Zusammen mit dem Schiffsjungen
versucht er den Kapitän zu stürzen, um selbst das Ruder in die
Hand zu nehmen. Wer fährt die meisten Siegpunkte ein?
Wie auch Verräter ist
Meuterer ein anspruchsvolles Spiel, das in Aufbau und Spieltiefe einem
Brettspiel nahe kommt. Zum Sieg benötigen die Spieler strategische
Planung, Bluff und die Fähigkeit, sich nicht aus der Ruhe bringen
zu lassen.
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„Mehret
euer Ansehen!“
Italien, Blütezeit
der Renaissance: Ruhm und Ehre sind die Ideale, nach denen „Die Fürsten
von Florenz“ streben.
Als Mäzene unterstützen
sie berühmte Künstler und Gelehrte. Die Fürsten versuchen
im Wettstreit, die schönsten und eindrucksvollsten Werke an ihren
Hof zu holen. Das bringt ihnen Geld - und Prestige. Wer davon am meisten
vorweisen kann, ist Sieger in dem aufwendig in Szene gesetzten Strategiespiel
von Wolfgang Kramer und Richard Ulrich.
Drei bis fünf Strategen
ab zwölf Jahren schlüpfen in die Rolle italienischer Fürsten.
Jeder hat seinen eigenen, kleinen Spielplan vor sich – sein Fürstentum.
Er kann Gebäude errichten, Landschaften anlegen, Baumeister und Gaukler
in seine Dienste bringen. Und er sollte möglichst viele der 21 verschiedenen
Künstler und Gelehrten an seinen Hof holen. Sie zu motivieren ist
seine Aufgabe, damit sie ihre Werke bei ihm vollbringen - und nirgendwo
sonst.
Dafür müssen die
Fürsten die richtigen Arbeitsbedingungen schaffen: Der Alchimist mixt
seine Tinkturen am liebsten im Laboratorium, der Bildhauer meißelt
im Atelier. Eine schöne Landschaft fördert den Philosophen und
den Dichter. Der eine hat beispielsweise beim Waldspaziergang die besten
Gedanken und der andere lässt sich vom Ufer eines Sees inspirieren.
Mit ihren Spielereien erfreuen Gaukler die Künstler und Gelehrten.
Je mehr dieser Bedingungen in einem Fürstentum erfüllt sind,
desto besser gelingen die dort
vollbrachten Werke und bringen
dem Fürsten die erwünschten Prestigepunkte ein. Erfolgreiche
Werke zahlen sich für die Fürsten in bare Münze aus. Und
Geld können sie alle gebrauchen: Jeder weitere Park, jedes Theater,
jeder Gaukler und Baumeister kostet einen Teil des Vermögens. Das
Haushalten will also gelernt sein. |
Europa, das Zentrum der
Macht im 12. Jahrhundert. Einflussreiche Orden ringen um die Vormachtstellung.
Durch strategische Klostergründungen und Gesandte an den königlichen
Höfen kann man seinen Einflußbereich ausdehnen. Doch die Handlungsmöglichkeiten
sind beschränkt und so ist taktisches Gespür gefragt, um kirchliche
und weltliche Interessen
unter einen Hut zu bringen.
Kardinal und König Im
12. Jahrhunderts ringen kirchliche Orden um Macht und Einfluss. Sie erweitern
ihr Einflussgebiet durch Klostergründungen ueber ganz Europa.
Weitere Machtkonzentration erreichen sie durch Einsetzen von Fürsprechern
in den Ratsversammlungen der Länder.
Entscheidend ist aber letztendlich
das Gespür für die richtige Mischung der Massnahmen.
Der Spielplan unterteilt
sich in die neun bedeutensten Länder dieser Zeit. Dort können
die Spieler mit Hilfe von Aktionskarten Klöster gründen oder
Räte einsetzen.
Aktionskarten geben die Länder
vor, in denen agiert werden kann. Hier kommt es darauf an, in jeder Runde
seine Karten so gut zu organisieren, dass man möglichst viele Aktionen
machen kann. Klostergründungen bringen zum einen Einflusspunkte.
Sie bestimmen aber auch die Mächtigkeit der Räte eines
Landes. Hier gilt es in benachbarten Staaten stark verteten zu sein.
Denn nur dann kann man mit Geheimbünden viele Punkte machen.
Wer seine Klöster
geschickt positioniert, kann schliesslich am Schluss noch einen
Bonus dafür kassieren.
Wer dann die meisten
Einflusspunkte sammeln konnte, gewinnt das Spiel. |
Zug um Zug und
Plättchen um Plättchen entsteht bei CARCASSONNE eine Taktik für
Landschaftsarchitekten
Zug um Zug und Plättchen
um Plättchen entsteht bei CARCASSONNE eine mittelalterliche Landschaft.
Kluge Weitsicht ist allerdings gefragt, will man die eigenen Gefolgsleute
in lukrative Gegenden unterbringen. Carcassonne ist nicht nur der Name
einer (besuchenswerten) südfranzösischen Stadt, sondern auch
der Inbegriff einer einzigartigen und massiven Befestigungsanlage inmitten
einer weit verzweigten Landschaft. Vor diesem Hintergrund spielt CARCASSONNE.
Die Spieler legen Zug um Zug schön gestaltete Landschaftskarten aus.
So entsteht nach und nach ein Netz aus Städten, Straßen, Wiesen
und Klöstern. Darüber hinaus verfügen die Spieler noch über
7 Gefolgsleute, die sie als Ritter oder Wegelagerer, als Bauern oder als
Mönche auf diese Karten setzen, um Punkte zu ergattern. Dabei liegt
es auf der Hand, dass ein Ritter in einer großen Stadt mehr Punkte
bringt als in einem Dorf. Aber es dauert auch länger, bis eine große
Stadt fertig ist. Und bis es so weit ist, punktet der Ritter nicht. Da
kann es manchmal schlauer sein, seine Leute schon früher zurückzuholen,
auch wenn sie weniger einbringen - dafür kann man sie aber auch schneller
an anderen lukrativen Plätzen wieder neu einsetzen. Schade eigentlich
nur, dass man immer zu wenige Gefolgsleute hat, um überall mitzumischen...
(CARCASSONNE lässt
sich übrigens sehr gut zu zweit spielen!) |