Eine kleine Chronik
von Peter Janshoff
(Aktualisiert Im August 2006)
Vorab ...
m folgenden Text finden Sie Informationen zur Entstehungsgeschichte der "Deutschen Mannschaftmeisterschaft im Brettspiel". Darüber hinaus steht die 
Enstehung der "Intergane", dem "European Championships", und den nationalen wie internationalen Catan- und Carcassonne-eisterschaften, im 
direkten bzw. indirekten Zusammenhang mit der deutschen Meisterschaft im Brettspiel.

Diese Darstellung erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit, und entspricht meinem heutigen Wissensstand. Falls Sie über weitere  Informationen verfügen wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir diese zur Veröffentlichung überlassen könnten. 
Im Besondern bin ich an den Ergebnissen der "Intergame" und dem "European Championships" interessiert, aber auch an den Spielen die dort gespielt wurden. Vielleicht ist es mit ihrer Hilfe möglich, eine umfassende Darstellung 
dieser Meisterschaften zusammenzutragen.

Persönliches ...
An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Veranstaltern der RegVor ( den regionalen Vorausscheidungen ), und im Besonderen bei den beiden 
"Regelverdrehern", Jo Weigand und Stephan Zimmermann.
Der Erste, der über viele Jahre hinweg die Regelfragen zur RegVor und zur
DM beantwortete,  sowie die Regeln dazu überarbeitete hatte. Für die DM ist 
er auch heute noch verantwortlich. 
Der Zweite, der diese Aufgabe zur RegVor von Jo Weigand übernommen 
hat, und nun bereits seit einigen Jahren, diese nicht ganz einfache Aufgabe 
mit Bravour ausübt. 
Aber auch bei all den Spieleverlagen, die uns in den vielen Jahren dieser
Meisterschaft, mit ihren Spielen unterstützten. Hier können wir mittlerweile all
die grossen und kleinen Spielehersteller aufzählen, die - die es nicht mehr gibt, 
und die - die uns erhalten geblieben sind.

Ohne das Zusammenspiel all dieser Faktoren, sowie dem Engagement vieler 
Einzelner, wäre diese Meisterschaft nicht möglich und hätte sich nicht zu dem 
entwickelt, was sie heute ist - ein fester Bestandteil der deutschen, aber auch
internationalen Spielszene.

Peter Janshoff

Was hat sich im letzten Jahr so getan?
Eigentlich nichts. Die Turniere laufen Dank dem Engagement der regionalen 
Veranstalter nach wie vor gut. Die Anzahl der teilnehmenden Team schwankt 
wie immer, so zwischen 150 - 190 Mannschaften, was aber wohl hauptsächlich 
an unserer Auswahl der Turnierspiele liegen muß. 

Die Auswahl
Aber es gibt doch etwas Neues. Wir haben in diesem Jahr die Turnierspiele 
zur RegVor 2005, zusammen mit den regionalen Veranstaltern ermittelt, und 
nicht wie 2003/2004 ohne Beteiligung.

Für das Jahr 2006 wird es wieder eine Beteiligung aller geben. Diese wird 
folgendermassen aussehen:
Wir werden nach der Spielmesse im Oktober auf unserer Homepage ein 
"Vorschlagsformular" setzen. Dort könnt ihr dann die Spiele für die RegVor 
2006 mitbestimmen. Wir werden die Vorschläge  in vier Kategorien unterteilen:

1.) Strategiespiele
2.) Kartenspiele
3.) Familienspiele
4.) Glücksspiele

SSo wie wir es bereits in diesem Jahr zusammen mit den regionalen 
Veranstaltern durchgeführt haben, und wie ich es 2003 angekündigt hatte.

Mitte des Jahres, also einige Monate vor der Spielmesse, werden wir die
Vorschläge auswerten und eine zweite Abstimmungsrunde beginnt, diesmal mit 
Spielen. Das Ergebnis daraus bekommen wiederum die regionalen 
Veranstalter zur entgültigen Abstimmung. 
Ich hoffe, dass mit dieser Regelung die Meisten zufrieden sein können, auch 
wenn wahrscheinlich das Ergebnis nicht immer alle "Spielerherzen" befrieden 
wird.

Ein Wechsel
IIn diesem Jahr gab es einen Veranstalterwechsel, "Igrajem" aus Hührt.  Bei Ralf Mertens, einem Mitstreiter der ersten Stunde, möchte ich mich recht herzlich für 
die jahrelange Zusammenarbeit bedanken. 

Neu hinzugekommen ist "Hall9000" und die Spieliothek Mannheim. Beide 
richten in einer Kooperation das Turnier aus. Ansprechpartner sind für 
"Hall9000", Frank Gartner und für die "Spieliothek", Angela Wolf. 

Ein Problem? - kein Problem!
IIm Oktober lass ich im Forum der Spielbox einige Beiträge zu Aktivitäten der 
Brettspielwelt Es ging dabei um die Spieleauswwahl der Omline-Plattform im 
Zusammenhang mit der RegVor, aufgrund der Herausnahme der Spiele von 
Queen Games aus der Brettspielwelt. Hier die wesentlichen Auszüge meiner 
Antwort im Forum vom, 13.10.04:

.......... Eines kann ich euch hier aber zusagen, dass das Thema "Queen 
Games - BSW" auf die Auswahl der Spiele zur RegVor und zur DM keine 
Auswirkungen hat. Das Spielezentrum kann sich nicht von der Entscheidung 
der BSW abhängig machen, was zu dem auch unserer grundsätzlichen 
Einstellung widersprechen würde. Im Übrigen ist dies auch im Sinne der 
Brettspielwelt. Die BSW wird auch weiterhin alle Spiele, die zur RegVor 
ausgesucht werden, online setzen. Es sei denn, der Verlag selbst möchte es 
nicht.    .............

Ende des Zitates


Soweit mein kleiner Rückblick auf die letzten anderthalb Jahre, sowie die 
kleine Vorschau auf das kommende, spielerische  Jahr.
 

Peter Janshoff
(im Oktober 2004)

Fortschreibung meiner kleinen Chronologie (April 2003)

Mittlerweile sind wieder vier Jahre ins Land gegangen, wir schreiben das Jahr 
2003 und stehen kurz vor dem Finale der Meisterschaft 2003. Wenn ich auf die 
letzten vier Jahre zurückblicke, erscheint es mir so, als hätte sich eigentlich nicht viel verändert – aber dies scheint nur so. 

Die „Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel“ hat einen Partner 
bekommen, die „www.brettspielwelt.de“. Eine „Online Spielesite“, deren 
Betreiber, Brett- und Kartenspiele eins zu eins für das kostenlose Spielen im 
Internet umsetzten. 
Tobias Lang schrieb damals: „Die Brettspielwelt ist eine private Initiative aus 
begeisterten Brettspielern, Programmierern und Datenbankexperten. 
Ziel ist es die Faszination Brettspiel via Internet zu vermitteln. Wir möchten den 
Usern ein breites, umfassendes Angebot von Brettspielen präsentieren. 
Insbesondere möchten wir den Spielern immer wieder neue Spiele 
näher bringen“.
Ich denke, dass dies gelungen ist, und sich über die Maßen weiterentwickelt. 
Nach einem etwas anfänglichen Zögern im letzten Jahr, zeigte sich in diesem 
Jahr ein guter Zuspruch. 
Was auch unser Folgeprojekt zeigt, die „1. Internationalen Carcassonne 
Meisterschaft“.

Aber etwas anders hat sich nach meinen persönlichen Beobachtungen 
verändert, eine grundlegende Einstellung zum „Turnierspielen“ selbst. Im 
Vordergrund steht oftmals nicht mehr der alleinige Spaß am Spielen selbst, 
sondern die sogenannte „Spielerehre“. Was sicherlich nicht negativ zu sehen ist, denn bei unseren Turnieren geht es in der Regel um nichts anderes, als eben 
um diese Ehre. Auch haben wir dies sicherlich unbewusst forciert, nur darf der 
Spass dabei nicht zu kurz kommen. 

Nicht verändert dagegen hat sich die Beteiligung an den Turnieren, sie ist 
ungebrochen gut. Was zunächst so aussah, als wäre sie rückläufig, stabilisierte 
sich in diesem Jahr, und es kam zu einer deutlichen Steigerung. 
Was einerseits auf die Kooperation mit der Brettspielwelt, andererseits auf die 
Erweiterung (von 16 auf 20 Teams) der Teilnehmerbegrenzung, an den 
einzelnen Turnierorten, zurückzuführen ist. Vielleicht spielen die eigentlichen 
Turnierspiele dabei auch eine Rolle, diese betrachte ich persönlich allerdings 
als sekundär.

Ändern wird sich auch der Auswahlmodus für die Spiele der „Regionalen 
Vorausscheidung“, diese Spiele werden in Zukunft nur noch bedingt durch die 
Teilnehmer ausgesucht. Da wir in den letzten Jahren bereits grössere Probleme damit hatten diese vier Spiele zu bestimmen, wird es demnächst eine 
Auswahlliste geben. 
Die Liste wird vier Kategorien mit jeweils 10 – 15 Spiele beinhalten, die Spiele 
suchen die „Regionalen Veranstalter“, die Schiedsrichter/Regelbearbeiter und 
das Spielezentrum aus.  Somit ist gewährleistet, dass keine Spiele dabei sind, 
die nicht mehr im Handel erhältlich sind, für das Turnier nicht geeignet sind 
oder die schon mehrmals dabei waren. 

Mögliche Kategorien sind: 
1.) Strategiespiele
2.) Familienspiele
3.) Glücksspiele
4.) Kartenspiele

Ab der Meisterschaft 2004 steht Jo Weigand, von den Spuiratz´n,  nicht mehr für die Regelbearbeitung der Vorausscheidungen zur Verfügung. Sein Nachfolger 
wird Stefan Zimmermann, ebenfalls von den Spuiratz´n. Stefan hat im Übrigen 
das neue Auswertungsprogramm für die Mannschaftsmeisterschaft 
geschrieben, und ist ebenfalls ein passionierter Spieler.
Auf diesem Weg möchte ich mich, im Namen des Spielezentrums, bei Jo 
Weigand für seine professionelle und manchmal auch aufopfernde Arbeit 
bedanken. Es war sicherlich nicht immer ganz einfach, all diese kleinen und 
grossen Probleme unter einem Hut zu bekommen.
Für das Finale steht er zumindest im kommenden Jahr, auch weiterhin zur 
Verfügung.

Abschließend möchte ich noch auf anderes Problem aufmerksam machen, 
das zur Fortführung der Meisterschaften ebenso wesentlich ist, wie die Spiele 
selbst – die Finanzierung.
Die Finanzierung der Vorausscheidungen, und dem eigentlichen Finale war und wird eine Mischfinanzierung bleiben. Einerseits über die Startgelder und die 
Abgabe der Turnierspiele zu einem recht günstigen Preis, und andererseits 
durch Eigenmittel des Spielezentrums. Bisher stellte dies kein Problem dar und 
war ausreichend.  in den letzten zwei Jahren, bleiben wir allerdings zunehmend 
auf den Spielen sitzen, so auch in diesem Jahr. Wie lange wir noch diese 
Kosten auffangen können bleibt abzuwarten. Ich hoffe, dass sich dieses 
Verhalten wieder ändern wird.

Peter Janshoff
(im April 2003)
15 Jahre am Brett (April 1999)
Eine Chronologie der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel

Es gab Zeiten, da gehörte zu einer geselligen Runde eine gute Zigarette. Eine angenehm verqualmte Atmosphäre war nichts anrüchiges, sondern eher gemütlich zu bewerten. Rauchen war chic und sollte die Geselligkeit 
fördern. Zu dieser Zeit gab es eine Zigarettenmarke, mit einem wahrlich königlichen Utensil für Macht und Herrschaft im Namen. Leider ist es mir 
nicht bekannt, ob es sie heute noch gibt. Diese Zigarettenmarke wollte noch mehr zur Geselligkeit beitragen und brachte eine eigene Spieleserie unters Volk. Dies waren die sogenannten „Krone – Spiele“. Spiele, die für die damaligen Zeit, in den Siebzigern, schon einen recht hohen Anspruch hatten. 

Bei den Spielen selbst blieb es allerdings nicht, es sollte ja die Geselligkeit 
gefördert werden. So entstanden die „Krone – Spieleclubs“. Man traf sich in regelmäßigen wie auch unregelmäßigen Abständen in Hotels oder anderen geselligen Orten, um seinem Hobby, das Spielen von Gesellschaftsspielen, nachzukommen. Damit allerdings nicht genug. Es entstand die Idee, sich mit anderen „Krone – Spieleclubs“ zu messen. Dies war meines Wissens nach der Grundstein für das turniermäßige Spielen von Gesellschaftsspielen.

1984 wurde „Die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel“ ins Leben gerufen. Organisiert wurde sie damals von Sven M. Kübler, einem engagierten „Spieler“ und Journalisten, und fand während der 2ten Essener Spielertage, in der Volkshochschule, statt. Das damalige Turnier wäre fast an einem resoluten Hausmeister gescheitert, wie mir Rolf-Dieter Hiller, ein Teilnehmer, erzählte. Die Veranstaltung war offiziell am 22.00 Uhr beendet, die Mannschaften spielten allerdings noch um 22.30 Uhr. Da der besagte Hausmeister Feierabend hatte, wollte er das Licht abschalten. Nur durch gutes Zureden ließ er sich überzeugen und die Teilnehmer brachten das Turnier zum Abschluß. Gespielt wurden: 
„Abilene“ von Hexagames, „Dampfroß“ von Schmidt Spiele & Freizeit, 
„Dschungel“ von Spear-Spiele  und „Quibbix“ von Ravensburger. Ravensburger ist im Übrigen der einzige Verlag, der die vergangenen 15 Jahre unbeschadet überstanden hat. Hexagames, Spear und Schmidt Spiele & Freizeit gibt es entweder gar nicht mehr, sie sind aufgekauft worden oder existieren nur noch als Markenname.

Bis 1988 war die Spielmesse in Essen Austragungsort für diesen Titelkampf. 1989 übernahm das heutige Spielezentrum in Herne die Organisation und Durchführung der „Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel“, damals noch in Zusammenarbeit mit dem Hippodice Spieleclub.
Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine regelrechten Vorausscheidungen für dieses Turnier. Interessierte Teams konnten sich mittels einiger Rätselaufgaben, die ihnen gestellt wurden, qualifizieren. 
Dies änderte sich 1991 erstmals. An zehn Austragungsorten, verteilt über Deutschland, fanden Ende Februar die ersten „Regionalen Vorausscheidungen zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel“ statt. 69 Mannschaften beteiligten sich an dieser Qualifikationsrunde. Bis heute gab es eine ständige Steigerung. In diesem Jahr meldeten sich 192 Mannschaften, für die mittlerweile an zwölf Austragungsorten stattfindenden Turniere, an. Für das kommende Jahr ist eine Ausweitung auf vierzehn Orte geplant.

Im Laufe der Jahre hat sich einiges geändert. Nicht nur, daß die Spiele, dessen Ausstattung, die grafische Gestaltung wie auch ihr Spielwert,  immer anspruchsvoller geworden sind. Es hat sich auch ihr eigentlicher Nutzen verändert. Spiele, die in den Siebzigern nicht produzierbar gewesen wären, sind heute alltäglich. Auch war es in dieser Zeit eine kleine überschaubare Szene. Diese „Spieler“, man kannte sich, es waren fast immer die „Gleichen“, die man auf den verschiedenen Spieleveranstaltungen und Turnieren traf. Und gerade deshalb herrschte ein relativ hoher Anspruch und manchmal schon eine Art von  Besessenheit, nämlich die Besessenheit, unbedingt gewinnen zu wollen – nein, zu müssen. Dabei ging schon manchmal der Spaß an der eigentlichen 
Sache verloren, der Spaß am Spielen.
Heute steht bei dem größten Teil der Mannschaften nicht unbedingt das „Siegen müssen“ im Vordergrund. Natürlich möchte man gewinnen und nicht als Letzter ins Ziel kommen, aber dabei gewesen sein ist zumindest genauso wichtig. Die Atmosphäre bei diesen Turnieren ist lockerer geworden, dies kann auch daran gemessen werden, daß ganze Familien mitspielen. Auch ihre Mannschaftsnamen sprechen für sich selbst: „Just 4 fun !“, „Die Glücksritter“, „Die dümmsten Bauern“, „Das kleine Arschloch und seine Freunde“.

Neben der „Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel“ gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Brettspielturnieren. Die Deutsche 
Einzelmeisterschaft in „Die Siedler von Catan“, einen sogenannten 
„Zweipersonen – Kartenspiel – Triathlon“, die „Deutsche Rheinländer – 
Meisterschaft“, die „Zatre Open“ und viele mehr. Das Turnierspielen von 
Gesellschaftsspielen ist gesellschaftsfähig geworden, es spielen nicht mehr 
nur die Freaks, sondern auch alle anderen Spielebegeisterten. Wenn Ihr mehr darüber erfahren wollt, vielleicht sogar einmal mitspielen möchtet, schreibt ans Spielezentrum, Jean-Vogel-Str. 17, 44625 Herne, Tel. 02323/460418 oder schaut auf unsere Homepage: www.spielezentrum.de, bzw. www.spielezentrum.de.

Einige dieser Turniere beginnen in den nächsten Wochen, spätestens mit 
dem 18. Herner Spielewahnsinn am 14. Mai 1999. Dort findet auch in diesem Jahr wieder die „Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel“ statt, diesmal zum 15.ten Mal.

Eines muß allerdings noch gesagt werden, im Gegensatz zu den Anfängen gibt es einen gravierenden Unterschied. Heute wird kaum noch geraucht auf den Turnieren, in den meisten Fällen herrscht sogar ein Rauchverbot. Bisher habe ich allerdings noch nicht festgestellt, ob es der Geselligkeit abträglich ist.
 

 Peter Janshoff
im April 1999

 
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