Die RegVor 1999
Die Regeln

 
Grundsätzliches
Die Startreihenfolge richtet sich immer nach dem Turnierplan und nicht nach den in den Spielregeln beschriebenen Auslosungsverfahren. Das Amt des Bankhalters, Schriftführers etc. übernimmt immer der Startspieler.

Jeder Spieler hat das Recht, die Anzahl des vorhandenen Spielmaterials zu zählen und die Vollständigkeit durch erneutes Zählen nach dem Spiel zu kontrollieren.
Die Veranstalter behalten sich vor, eventuell Original-Material durch andere Materialien zu ersetzen (statt Chips z.B. Spielgeld oder Punktnotation auf separatem Papier). Genaueres hierzu wird erst unmittelbar vor jedem Spiel bekanntgegeben.
Die Punktwertung pro Tisch ist 5-3-2-1. Bei geteilten Plätzen werden die Punkte für die belegten Plätze gleichmäßig auf die Gleichrangigen verteilt (z. B. 2,5 Punkte bei geteiltem 2. und 3. Platz). Die punktstärkste Mannschaft gewinnt das Turnier.
Neue Regelung bei Punktgleichstand: Bei Punktgleichstand entscheiden die wenigsten ersten Plätze, herrscht auch dann noch Gleichstand entscheiden die wenigsten vierten Plätze. (Dadurch wird die "geschlossenere" Mannschaftsleistung hervorgehoben.)
Die aktuelle Fassung der Regelergänzung ist im Internet verfügbar unter der Adresse: http://www.spielezentrum.de

Die Spiele werden in der Reihenfolge der nachstehenden Regelergänzungen gespielt.

Löwenherz
Bis auf folgende Änderungen gelten die Original Goldsieber-Regeln in der Einsteigerversion, also mit vorgegebenem Aufbau und ohne den Aktionskarten mit Buchstaben A. 
Vor Beginn wird eine Farbreihenfolge ausgelost, die an allen Tischen gilt, also z.B. Startspieler (rot) - 2. Spieler (grau) - usw.;

Erläuterung zum "Spielablauf":
In der Phase "Aktionskarte aufdecken" darf jeder Spieler höchstens eine Politikkarte aufdecken. 
In der Phase "Verhandlung" ist es nicht erlaubt mehr anzubieten, als man hat. Sollte man diese Regel missachten und dabei ertappt werden, verliert man sofort 10 Machtpunkte. (evtl. entstehende negative Punkte werden notiert!). Die Verhandlungsphase ist zu wiederholen.

Erläuterungen zu den "Aktionskarten": 
Erläuterung/Änderung zu "Du erhältst Dukaten":
Bei jeder Geldaufnahme ist ein "Wechseln" nicht vorgesehen, solange mit den vorhandenen Stückelungen ausgezahlt werden kann. Außerdem gilt: Bei einer Geldaufnahme darf maximal eine 1er Geldkarte aufgenommen werden. (Nur wenn sonst nicht ausgezahlt werden könnte, darf herausgegeben werden.) 

Erläuterung zu "keine Grenzen mehr setzen, wenn man bereits über 3 Gebiete verfügt":
Es darf noch um die Aktion "Grenzen setzen" geboten werden! Erwirbt aber der Spieler, der bereits drei Gebiete hat, die Aktion, so darf er keine Grenzen setzen. 

Erläuterung zu "Gebietserweiterung - Wertung neutraler Zonen":
Entstehen durch Gebietserweiterung zwei neutrale Zonen, so gilt für den Verlust gemäß Tabelle "Gebietsgründung" die Summe der neutralen Felder, nicht jedes neutrale Gebiet einzeln. Beispiel: Es entstehen 2 einfeldrige neutrale Zonen, so ist der Verlust "nur" 3 Machtpunkte nicht 2*3=6 Machtpunkte, natürlich zusätzlich zu den Punkten für den eigentlichen Gebietsverlust an den Gegner und für Städte. <<<
Erläuterungen zu den "Politikkarten": Politikkarten sind nicht handelbar! Allerdings kann mit einem Dukatenschatz bezahlt werden, wobei aber Überzahlungen nicht ausgeglichen werden. (Es ist kein Wechseln erlaubt!) 

Die Abwicklung von Politikkarten und von Aktionen sind zwei aufeinanderfolgende Phasen und auch als zwei Zahlvorgänge abzuwickeln! Restgeld aus einer Zahlung mit dem Dukatenschatz "Politikkarte" ist also nicht auf die "Aktion" anrechenbar, es verfällt (z. B. bei Abflösen Bündniszwang (Politikkarte) und nachfolgend Ritter in Wald (Aktion)). Mit einer Dukatenkarte darf allerdings die gesamte Abwicklung einer Politikkarte oder einer Aktionskarte bezahlt werden (z.B. Überläufer aus einem Wald in einen anderen Wald zu setzen (nur Politikkarte) oder zwei Ritter in den Wald zu setzen (nur Aktion)).

Bohnanza
Bis auf folgende Änderungen/Ergänzungen gelten die Original Amigo-Regeln, das heißt es wird (im Gegensatz zur Deutschen Meisterschaft 1997) ganz normal mit verdeckten Handkarten gespielt. 

Erläuterung zur Aktion "Bohnenkarten ausspielen":
Die Reihenfolge "Bohnenkarte ablegen - das eben erweiterte Bohnenfeld abernten (verkaufen) - eine weitere Bohnenkarte auf das gerade abgeerntete Bohnenfeld legen" ist zulässig! 

Erläuterung zum "Handeln und Schenken":
Jede Art von "Handeln und Schenken" mit den Handkarten und den beiden aufgedeckten Karten ist erlaubt, solange die Aktion mit dem am Zug befindlichen Spieler stattfindet und alle erhandelten Karten in den Handelsstapel kommen. Mit Karten des Handelsstapels darf nicht mehr weiter gehandelt werden. 

Wichtig: Gehandelte Handkarten dürfen erst aus der Kartenhand gezogen werden, wenn ein Handel perfekt ist. 
 Als Strafe für die "Übereifrigen" ist vorgesehen: Die zu früh gezogene Karte ist abzulegen und der "gegenübersitzende" Spieler zieht dem Spieler eine weitere Karte aus der Hand, die ebenfalls abgelegt wird. (Sollte nur angewandt werden, wenn der Handel nicht zustandekommt und der Verdacht besteht, daß die Karte nicht dorthin gesteckt wird, wo sie herausgezogen wurde.)

Erläuterung zum "Bohnen anbauen":
Alle Bohnen des Handelsstapels müssen jetzt angebaut werden, wobei die Karten in beliebiger Reihenfolge verwendet werden können und auch zwischen dem Anbau von Karten dieses Stapels immer wieder ein Bohnenfeld abgeerntet werden darf.
Erläuterung zum "Verkaufen von Bohnen/Abernten": Hat ein Spieler nur freie oder mit einer Bohne bepflanzte Bohnenfelder, so darf er diese abernten, auch dann, wenn er sie nicht sofort wieder bepflanzen will. (Jederzeitiges Abernten gilt auch hier!) 

Änderung zum "Kauf des 3. Bohnenfeldes":
Für die Bezahlung des 3. Bohnenfeldes dürfen die Bohnentaler aus allen bereits erworbenen Talern ausgesucht werden. Bevor sie dann auf dem Ablagestapel abgelegt werden, sind sie allen Mitspielern zu zeigen, damit allen bekannt ist, welche Karten wieder ins Spiel kommen.

Showmanager
Es gelten die Original Queens-Regeln. 

Druckfehlerberichtigung für die Aufführungen der Tournee-Theater (Erstauflage):
Für Wolf 13 und 17 Punkte, für Queenie 18 und 22, für King Lear 23 und 27 und für Ballett 28 und 32. 

Druckfehlerberichtigung Künstlerkarte "Ingrid van Stelen":
Gültig ist F6 und D3! Nur als Rolle müßte "Nicole" (statt "Colette") aufgedruckt sein. 

Erläuterung zum "Mischen bei aufgebrauchtem Künstler-Stapel": Gemischt wird erst, wenn eine Karte aufgelegt werden müßte und keine vorhanden ist. Das heißt gerade abgeräumte Karten sind wieder mit dabei und ein Reststapel (kleiner vier Karten) wird in jedem Fall ausgelegt. 

Erläuterung zum “Ein Musikal inszenieren”:</U> Künstler-Karten, die an der Inszenierung eines Musikals beteiligt waren, kommen aus dem Spiel  (=abgelegt). Sie werden nicht auf den offenen Ablagestapel gelegt wie in der Aktion “Künstler der Agentur austauschen”.(Die Regel der Erstauflage (=”Premiere”) ist an dieser Stelle unmißverständlich formuliert!)

Strafregelung, falls ein Spieler irrtümlich mehr als zwei zusätzliche (bzw. für das letzte Musical mehr als einen zusätzlichen) Künstler engagiert hat: Der Spieler muß, wenn er wieder an der Reihe ist, zwangsweise das Musical inszenieren, das die meisten Künstler erfordert. Er erhält dafür allerdings nur die halbe Punktezahl (aufgerundet zugunsten des Spielers). 

Die Siedler von Catan
Bis auf folgende Änderungen/Erläuterungen/Ergänzungen gelten die Original KOSMOS-Regeln inklusive der Variante "Variabler Aufbau". 

Änderungen/Erläuterungen zum "Variablen Aufbau":
Es wird an allen Tischen mit identischem Aufbau gespielt. Die Landmasse wird unmittelbar vor Spielbeginn ausgelost und durch Ansage bekanntgegeben. Es wird gemäß Regel aufgebaut, also 5 Teile Mittelreihe, 4 Teile Reihe rechts Mitte, usw. 

Anschließend daran werden die Häfen plaziert gemäß der Abbildung im Regelheft, beginnend ganz oben rechts und dann im Uhrzeigersinn, in folgender Reihenfolge: Holz, 3:1, Wolle, 3:1, Getreide, 3:1, Bausteine, Erz, 3:1. 

Die Plazierung der Zahlenchips erfolgt ebenfalls gemäß der Abbildung im Regelheft (also entgegen dem Uhrzeigersinn), beginnend auf dem Eckfeld "Oben-Mitte". 

Aufgestellt wird dann "eine Siedlung und eine daran anschließende Straße" in der Reihenfolge Spieler 1 bis Spieler 4, danach " eine Stadt und eine Straße" in der Reihenfolge Spieler 4 bis Spieler 1, wobei die Straße auch an die zuerst gebaute Siedlung oder die schon liegende Straße angrenzen darf, und schließlich "eine weitere Straße" in der Reihenfolge Spieler 1 bis Spieler 4, wobei am Ende der Aufbauphase auch an die Stadt eine Straße angrenzen muß. 

Die Anfangsrohstoffe gibt es nur für die Stadt, allerdings bekommt man für jedes angrenzende Feld nur eine Rohstoffkarte. (Die Erträge während des Spieles sind normal, also zwei pro Stadt.) 

Erläuterung zum Zugablauf:
Der eigene Spielzug beginnt mit dem Würfeln. Das Spielen von Karten vor dem Würfeln ist nicht gestattet. 

Erläuterung (Änderung gegenüber DM95) zu "Straßenbau":
Das Bauen einer Siedlung auf eine Straße, an die man angeschlossen hat, ist zulässig. Die gegnerische Straße wird damit für die Auswertung "längste Handelsstraße" unterbrochen. Das Bauen einer Straße jenseits einer gegnerischen Siedlung oder Stadt ist dagegen nicht zulässig. (Man schließt dabei, anders als beim obigem Fall "Hausbau", nicht an "eigene Besitztümer" an.) 

Ergänzung zur Wertung:
Sobald ein Spieler 10 Punkte erreicht hat, endet das Spiel. Die Reihenfolge der anderen Spieler richtet sich nach deren Siegpunkten inklusive der noch in der Hand befindlichen Siegpunktkarten.

DM-Brett Index RegVor / DM 1999
Spielezentrum
Jean-Vogel-Str. 17
44625 Herne
Tel: 02323/460418
Tel/Fax. 02323/490908
Seitenanfang Homepage