Der Schiedsrichter
der Deutschen 
Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel
Das Finale - Die DM
Regelbearbeitung und
Schiedsrichter
Jo Weigand
München
Technische Daten: 1953 geboren, verheiratet, zwei Kinder, Dipl.-Math., Hobbies: Spielen, Tanzen

Kommen wir aber zu Interessanterem als meinen technischen Daten, nämlich meiner Spielerkarriere: Gespielt habe ich eigentlich schon immer gerne. Beginnend, wie so viele, mit „Mensch, ärgere Dich nicht!“, gefolgt von den unvermeidlichen „Monopoly“ und „Risiko“, aber auch die klassischen Kartenspiele wie „Schafkopf“, „Skat“, „Romme“, „Canasta“ waren auf dem Programm. Ein kurzer Blick auf „Bridge“, das scheiterte dann aber an passenden Spielpartnern. Und natürlich „Schach“, auch in der Schulmannschaft, das wurde mir aber verleidet, als man dort plötzlich zu pauken begann, „Eröffnungstheorie“, …. Mein kurzer Ausflug zu „Go“ endete dann auch relativ schnell, als ich erkannte, ohne Pauken geht es da auch nicht voran und die Go-Literatur ist noch umfangreicher als die Schach-Literatur. Meine Entscheidung fiel damals zugunsten der Breite, also viele Spiele kennen zu lernen und nicht ein oder zwei sehr tief.

1977 war dann ein vorentscheidendes Jahr. Es entstand nämlich der „Krone-Spielekreis München-Nymphenburg“, dem ich mich beim 2. Spieleabend anschloss und dort sehr schnell in die Vorstandschaft aufrückte. Unter der Gesamtkoordination des „Krone-Spiele-Clubs für Spiel und Freizeit“, einer Initiative der BAT (Britisch American Tobacco) und der Zigarettenmarke „Krone“, wurden bereits damals Deutsche Meisterschaften ausgetragen, an denen auch der „Krone-Spielekreis München-Nymphenburg“ teilnahm. Darüber hinaus fand ich im Parker-Spiel „Diplomacy“ einen Flyer von „Walter Luc Haas“, der dieses Spiel pbm (play by mail) anbot. Damit war nicht nur mein erster Schritt in die Postspielszene getan, mit Hunderten von Seiten Korrespondenz (damals noch mit Schreibmaschine), sondern über ihn lernte ich auch die CoSims (KonfliktSimulationen oder Wargames) kennen, die mich dann auch einige Jahre in ihren Bann zogen. Bei „Walter Luc Haas“ traf sich die damalige pbm-Gemeinde etwa halbjährig zu sogenannten MiniCon(vention)s und wenn man die Teilnehmerliste so Revue passieren lässt, wundert man sich, wie viele der Teilnehmer immer noch in der Spieleszene präsent sind. Um nur wenige zu nennen: Dirk Blennemann (Gesellschaft für historische Simulationen), Michael Blumöhr (Spielekreis Darmstadt), Bert Hess (Jury „Spiel des Jahres“), Knut Michael Wolf (spielbox-Online) und weitere. Über die Schiene „Walter Luc Haas“ lernte ich dann auch Tom Werneck (einer der Initiatoren der Jury „Spiel des Jahres“) und schließlich Gilbert Obermair (u.a. Mitinitiator der Spielezeitschrift „spiel“ und Rezensent für die „Spielbox“) kennen, dessen Rezensentenplatz ich 1983 auf seinen Wunsch übernahm. Irgendwo dazwischen schrieb ich zum Ravensburger-Spiel „Shogun“ ein Taschenbuch, das im Kern auf die Vorbereitung unseres „Krone-Spiele-Kreises“ auf eine Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft zurückging. In „Shogun“ war unser Kreis damals unschlagbar. Da wir zwar das Spielesponsoring gerne hinnahmen und auch an den Meisterschaften mit Begeisterung dabei waren, hatten wir mit Zigarettenwerbung eigentlich nicht viel am Hut, sondern wollten ganz einfach spielen, spielen, spielen. Wir haben daher parallel den Namen „Spuiratz’n München“ aufgebaut. Dieser Spielekreis ist (mit mir als Oberspuiratz) bis heute aktiv (auch als Ausrichter der Vorausscheidung zur Deutschen Meisterschaft im Brettspiel, der Siedler-Meisterschaft und ähnlichem).
Bei diesem Vorlauf war es klar, dass unser Spielekreis wieder begeistert mitmachte, als vor mehr als zehn Jahren das Spielezentrum Herne auf die Idee kam, die „Deutschen Meisterschaften im Brettspiel“ wieder aufleben zu lassen. Ebenso unvermeidlich war, dass ich dann die Regelbearbeitung übernahm, als es in Herne vor ein paar Jahren gerade einen personellen Engpass für diese Aufgabe gab. Auf Grund von Arbeitsüberlastung (beruflich wie privat) war ich dann froh, dass ich mit Stefan Zimmermann jemand fand, der nicht nur zur Regelbearbeitung schon immer kräftig beigetragen hat, sondern auch Lust hatte selber tätig zu werden. Seit zwei Jahren übernimmt jetzt schon dankenswerter Weise Stefan, von dem übrigens auch die neue Version des Turnierprogramms für die Deutsche Meisterschaft stammt, für die Vorausscheidung die Regelbearbeitung.

Der Wanderpokal 1990 - 1998
Für seine langjährige Tätigkeit, für die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel, wurde Jo Weigand 1999 dieser Wanderpokal überreicht. 
Dies nach dem, der Herner Unternehmer Christian Stiebling für das Jahr 1999 einen neunen Pokal zur Verfügung gestellt hatte.

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Wanderpoakel
- vorne -
Wanderpoakel
- rechts -
Wanderpoakel 
- hinten -
Wanderpoakel 
- links -
Wanderpokal
Deutsche
Mannschafts-
meisterschaft
im
Brettspiel
1990
Spuiratz´n
- München -
1991
Pöppel-Crew
- Düsseldorf -
1992
Die Legionäre
- NRW - Köln -
1993
Die Legionäre
- NRW - Köln -
1994
Das kleine
Arschloch und
seine Freunde
- Dortmund -
1995
42
- Duisburg -
1996
Das kleine
Arschloch und
seine Freunde
- Dortmund -
1997
Spaceboyz
- Friedberg -
1998
Die Psychopaten
- Aachen -

 
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44625 Herne
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