Morpheus 2009
WAZ - Herne, 11.01.2009, Von Henrik Neumann
Parallelwelten
m Spielezentrum an der Jean-Vogel-Straße kamen am Wochenende wieder 350 Rollenspieler zusammen.Da gab es nur mysteriöse Errungenschaften und magische Urgewalten - für Außenstehende schwer zu erfassen
Zeit für den "Morpheus"-Event: 48 Stunden non-stop entschwanden Rollenspieler am Wochenende im Spielezentrum an der Jean-Vogel-Straße in Fantasiewelten. Fotos: Martin Goldhahn, press image. Wer am Wochenende die Türschwelle zum Spielezentrum an der Jean-Vogel-Straße überschritt, der 
verließ Herne - ja, der verließ sogar den uns bekannten Planeten Erde. Für 48 Stunden verwandelte sich das Innere des Hauses in einen Mischmasch aus den unterschiedlichsten Welten, den wundersamsten Regionen und den fantastischsten Geschöpfen. Für 48 Stunden gab es keine Einschränkungen und keine Mauern wie in der "wirklichen Welt" - es gab nur mysteriöse Errungenschaften und magische Urgewalten. Die stärkste Urgewalt an diesem Wochenende war jedoch ganz klar die Fantasie!

Zum 23. Mal hatte die Arbeitsgemeinschaft "Morpheus" der Gilde der Fantasy Rollenspieler (GFR) und des Vereins "Herner Burg" Rollenspieler aus der ganzen Republik nach Herne eingeladen. Es war einmal mehr Zeit für den "Morpheus"- Event: 48 Stunden non-stop entschwanden Freitag bis Sonntag Rollenspieler in 
Fantasiewelten, wie die von "Audakia" - welche in weiten Teilen dem weltlichen Mittelalter entspricht, bei der jedoch das Zusammenspiel von Magie und Technik den Unterschied zu der uns bekannten Vergangenheit ausmacht.

Scheinen diese Parallelwelten voll von Geheimnissen zu stecken mit ihrer grünen Schönheit und mit ihren weiten Wäldern, erscheint dagegen das Haus an der Jean-Vogel-Straße regelrecht trostlos. Doch ist dies ein Eindruck, der nicht ohne Weiteres so stehen bleiben darf: Das Spielezentrum war am Wochenende voll mit 
Spielbegeisterten. Auf drei Stockwerken wurde von Freitag- bis Sonntagabend durchgespielt. "Wir haben wirklich Spieler hier sitzen, die das ganze Wochenende wach geblieben sind", so Jörg Janinhoff, Leiter der AG "Morpheus". Eben das sei auch der besondere Reiz, schildert Mitveranstalter Karsten Höger von der 
Herner Burg: "In der Nacht arbeitet auch unsere Fantasie anders und oft entsteht eine ganz tolle Atmosphäre."

Im ersten Moment ist diese Atmosphäre für einen außenstehenden Nichtspieler schwer zu erfassen. Scheint es eher so, als säßen in den verschiedenen Räumlichkeiten 16- bis 50-Jährige um die Tische herum und unterhalten sich über nicht existente Abenteuer. Hört man aber einigen der rund 350 Besucher 
einmal genauer zu und lässt man sich einmal mit in den Bann einer dieser Geschichten ziehen, stellt man fest, dass viel mehr hinter einem Rollenspieler steckt, als nur der picklige Stubenhocker, der sich in seine Scheinwelt flüchtet. Zwar entschwinden die "Abenteuersuchenden" in eine andere Welt, von einer "Flucht" 
kann hier aber nicht die Rede sein. Dies allein beweisen schon die minutiös ausgearbeiteten Charaktere. So wird der Bankangestellte kurzerhand zum Meisterdieb und der Kaufmann zum schrecklichen Piraten, wie der Spielleiter am Tisch "American Reign", einem neuen Rollenspiel aus den USA. Der Spielleiter heißt im richtigen Leben Kamillo Fritzek und ist Kaufmann aus Wuppertal. In dem amerikanischen Spiel spielt er einen finsteren Piraten. "Von Flucht kann keine Rede sein. Oder flüchtet sich der Jogger auch in eine andere Welt, wenn er beim Laufen Musik hört", fragt Fritzek selbstbewusst. Und er stellt klar: "Bei diesen Rollenspielen 
handelt es sich um ein Hobby wie jedes andere auch." Doch einen Unterschied gibt es: Rollenspieler sind unglaublich kreativ im Ausarbeiten ihrer Charaktere und Welten. Außerdem verfolgt ein Jeder am Tisch den gleichen ausgedachten Handlungsstrang - und das nicht etwa vor irgendeinem Bildschirm, sondern ganz allein 
in der hier unendlich scheinenden Fantasie.

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